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Freitag, 06 April 2018 12:08

Aus der Grünfläche wird ein Erlebnisbereich

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Finanzierung für Umgestaltung des Schulmuseum-Gartens in Bohlenbergerfeld steht

Bohlenbergerfeld. Viel Grün, dazu dominieren gepflegte Büsche und Bäume das Grundstück um das Schulmuseum in Bohlenbergerfeld. Nun soll die Gartenfläche der Einrichtung nicht nur eine optische, sondern auch in punkto Benutzung deutliche Aufwertung erfahren. Der Förderverein des Schulmuseums hat konkrete Pläne – aus der Grünfläche soll ein Erlebnisbereich werden.
Nun steht die Finanzierung für das mit rund 60.000 Euro an Kosten veranschlagte Projekt – anteilige Unterstützung kommt dabei vom Leader-Programm „Südliches Friesland“ (27.510 Euro) und vom Landkreis Friesland (8250 Euro). Die restliche Summe von 24.240 Euro trägt die Gemeinde Zetel. „Wir sind dabei allerdings auch auf Unterstützung außerhalb der Förderung angewiesen“, betonte Bernd Hoinke vom Förderverein jüngst während der Bescheid­übergabe im Schulmuseum. Ohne viel ehrenamtliche Arbeit von Seiten der Dorfgemeinschaft und dem Förderverein lasse sich ein solches Unterfangen nicht realisieren.
Im hinteren Gartenbereich soll ein großer Pavillon entstehen, der unter anderem als Konzertbühne und Aufenthaltsgelegenheit für Schulklassen genutzt werden soll. Rund 30.000 Euro sind für die Errichtung des Pavillons einkalkuliert. Der Außenbereich werde gut genutzt, so Hoinke, zahlreiche Gäste kämen zu großen Veranstaltungen wie Weihnachtsgrillen oder den Himmelfahrtskonzerten. Denkbar sei auch, Patenschaften für das Areal einzuführen, erklärte Hoinke: „Wir wollen den Besuchern ein schlüssiges Erlebnis bieten, müssen aber aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln und sich der Aufwand des Gartens nicht mehr händeln lässt. Das Ehrenamt dürfen wir nicht überstrapazieren.“
Geplant ist, dass der Erlebnisbereich zur Saisoneröffnung 2019 fertiggestellt ist, der Beginn der Arbeiten ist für den Herbst angesetzt.
Freitag, 06 April 2018 12:00

Bockhorner Spielplätze kommen auf den Prüfstand

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Bockhorn. Die Lebensräume für Insekten sind über die Jahre immer kleiner geworden, Versiegelung und die wirtschaftliche Nutzung ökologischer Nischen hat zu diesem Phänomen beigetragen. Die Folgen davon sind heute deutlich sichtbar: weniger Insekten und ein Rückgang der Artenvielfalt insgesamt. Welche Möglichkeiten bestehen, dieser Entwicklung zu begegnen, war Thema im jüngsten Bau, Plan- und Umweltausschuss der Gemeinde Bockhorn.
Dr. Tatjana Hoppe vom Ammerländer Landvolk stellte anhand des Ammerländer Blühstreifenprojekts eine Möglichkeit vor. Dem Projekt gehören neben dem Landvolk Kreis und Gemeinden sowie Jägerschaft, Schulen und Imker an. „Das Ziel ist, mehr Lebensräume für Insekten zu schaffen und für das Thema zu sensibilisieren“, fasste Dr. Tatjana Hoppe zusammen. Zum Einsatz kommt dabei eine spezielle Mischung aus Wild- und Kulturpflanzen, die an Fel­dern und Wegerändern sowie auf Grünflächen und Verkehrsinseln ausgebracht wird. Neben der ästhetischen Aufwertung von Flächen geht es auch um die Imageverbesserung der Landwirte. Die Skepsis sei beim Projektstart 2009 durchaus groß gewesen, berichtete Dr. Tatjana Hoppe. Sechs Landwirte nahmen damals mit einer Blühfläche von 1,2 Hektar teil, 2017 waren es 30 Landwirte mit 13,4 Hektar. „Die Rückmeldungen sind positiv und viele Landwirte verzichten inzwischen auf Entschädigung für die zur Verfügung gestellten Flächen.“ Möglichkeiten für eine Förderung bestehen auch. Allerdings habe das Projekt auch seine Grenzen, so Hoppe. Das Problem in der Landwirtschaft sei, das für die Bewirtschaftung jede Fläche genutzt werden müsse, sodass nicht immer ein Bereich als Blühstreifen zur Verfügung gestellt werden kann. Ein weiteres Problem ist aus Sicht der Referentin die Versiegelung von Boden: „In Niedersachsen sind es täglich neun Hektar.“
„Jeder kann in seinem Bereich etwas tun, auch wenn es nur die Blumenkästen am Balkon sind“, appellierte Dr. Tatjana Hoppe. Rolf Scherer (Gruppe FDP/Scherer) ergänzte: „Bei diesem Thema gibt es wie in jeder anderen Gemeinde Handlungsbedarf. Keiner kann sich zurücklehnen und annehmen, dass jemand anderes das übernimmt.“ Das Ökosystem sei in Gefahr, mahnte Rolf Scherer: „Es geht darum dieses Bewusstsein bei den Bürgern zu wecken und aufzuklären. Jeder kann in seinem Einzugsgebiet etwas dazu beitragen.“ Für Diskussion sorgte im Anschluss der Antrag der Gruppe Grüne/Linke auf Überprüfung der Spielplätze innerhalb der Gemeinde. Laut Bürgermeister Andreas Meinen ist 2017 bei einer Begehung bereits festgestellt worden, das einige Geräte nicht mehr den geltenden Standards entsprechen. Deshalb seien die Geräte demontiert oder Plätze abgesperrt worden. Dies betrifft unter anderem Plätze in Osterforde, Bockhornerfeld und dem Bockhorner Neubaugebiet. Für Unterhaltung und Anschaffung neuer Spielgeräte hat die Gemeinde rund 130.000 Euro für 2018 eingeplant.
Als Entscheidungshilfe, welche Spielplätze beibehalten, aufgewertet oder aufgegeben werden sollen, hat die Gemeinde einen Fragebogen für Kinder von fünf bis elf Jahren erstellt, der in den Grundschulen verteilt wird. Sollten Spielplätze aufgegeben werden, sollten diese nicht sofort als Baugrundstücke vergeben werden, schlug Christa Hoppenheit (UWG) vor. So bleibe die Chance bestehen, später erneut einen Spielplatz einzurichten, wenn der Bedarf sich dafür ergeben sollte. Von den Eltern gab es Kritik an der Vorgehensweise beim Abbau der Geräte. So sei im Vorfeld nicht kommuniziert worden, dass die teils von den Anwohnern geschaffenen Spielgeräte vom Bauhof mitgenommen würden.
Zuletzt beschäftigte sich der Ausschuss mit dem geplanten Naturschutzgebiet „Neuenburger Holz“. Gegen die vom Landkreis Friesland erstellte Verordnung gebe es von Seiten der Gemeinde keine Einwände. Einwohner Klaus Böttcher monierte, dass die neue Verordnung den Schutz des Neuenburger Urwalds nicht mehr gewährleiste. Mit der neuen Regelung würden auch Eingriffe in den Urwald legitimiert, obwohl dieser einen besonderen Schutzstatus genieße. Zudem gehe die Bezeichnung „Neuenburger Urwald“ in der neuen Verordnung in dem Begriff „Neuenburger Holz“ auf.
Donnerstag, 29 März 2018 14:22

Ein kulturelles Kleinod der Wehderegion

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40 Jahre Nordwestdeutsches Schulmuseum Bohlenbergerfeld – Festakt und neue Kabinettsausstellung

Zetel. Mit einem kleinen Empfang und Musik der Gruppe „Dreybartlang“ ist am vergangenen Samstag mit vielen ehemaligen Schülern, Interessierten, Freunden des Hauses und Vertretern aus Wirtschaft, Kirche und Politik, das 40-jährige Bestehen des Schulmuseums Bohlenbergerfeld gefeiert worden. Wie sehr auch die Nachbarn mit „ihrem Haus“ verbunden sind, zeigte nicht nur der gebundene Kranz über der Eingangstür, sondern auch Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann dankte den vielen Ehrenamtlichen, die mit dem Schulmuseum ein „kulturelles Kleinod“ geschaffen haben.
Er überbrachte herzliche Glückwünsche von Rat und Verwaltung und betonte: „Die Gemeinde Zetel ist sich ihrer Verantwortung dem Nordwestdeutschen Schulmuseum gegenüber bewusst.“ Prof. Dr. Antje Sander, fachliche Museumsleitung und Leiterin des Schlossmuseums Jever, unterstrich ebenfalls die Einmaligkeit des Hauses: „Das Schulmuseum ist weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Hier befindet sich nicht nur eine der bedeutendsten schulgeschichtlichen Sammlungen, sondern auch eine attraktive Ausstellung.“ Sie wies gleichzeitig auf die Kernaufgaben der musealen Arbeit hin: „Es braucht viele Hände, Zusammenarbeit ist das Zauberwort. Der Erfolg durch Zusammenarbeit mit Schulen, Vereinen und Verbänden, mit den Nachbarn und den vielen Ehrenamtlichen zeigt es.“
Bernd Pauluschke als Vertreter der Oldenburgischen Landschaft berichtete vom Aufbau des Schulmuseums, den er von Anfang an miterlebt hat: „Ich war damals Rektor an der Schule in Zetel und Bodo Wacker der Konrektor. Eines Tages wurden meine Frau und ich zum Tee eingeladen und Bodo präsentierte seinen selbstgebauten historischen Klassenraum um 1900. Wir konnten erst noch nicht viel mit dem ,Puppenkram‘ anfangen. Die tatsächliche Bedeutung wurde uns erst nach und nach klar.“
Geschäftsführerin Heike Ahlborn wies auf die Kabinettsausstellung zum 40-jährigen Bestehen hin: „Die Highlights vergangener Ausstellungen und Aktionen sind hier noch einmal zusammengetragen.“
Die Saison im Schulmuseum beginnt am 1. April und endet am 31. Oktober, die Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Geöffnet ist zu dieser Zeit auch das Museumscafé.
Donnerstag, 29 März 2018 14:15

Selbst etwas erarbeiten und mit anderen teilen

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Die IGS Friesland-Süd Zetel bietet in diesem Jahr die Möglichkeit eines Freiwilligen Ökologischen Jahres

Zetel. Eigenständig etwas auf die Beine stellen, andere motivieren, sich selbst besser kennenlernen – allesamt Fähigkeiten, die sich später in Beruf und Studium als nützlich erweisen können, wenn es um die Bewertung der eigenen Stärken und Schwächen geht.
Eine Orientierung bietet die IGS Friesland-Süd in Zetel mit der Möglichkeit eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). Sie ist in diesem Jahr erstmals als FÖJ-Einsatzstelle anerkannt worden. Dahinter steckt eine Menge Arbeit, wie Sven Glomme, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften an der IGS, erklärt. Der Aufgabenbereich eines Freiwilligen ist klar geregelt, für den Antrag auf Anerkennung ist ein entsprechendes Konzept erstellt worden. „In erster Linie wollen wir eine vielfältige Gelegenheit zum Mitmachen und Einbringen anbieten, und das über ein ganzes Jahr“, umreißt Sven Glomme die Kernidee.
Hinzu kommt, dass die IGS als Ganztagsbetrieb den Freiwilligen größere Zeiträume ermöglicht, in denen sie aktiv an ihren Projekten arbeiten können. „Das Haupteinsatzfeld ist der Schulzoo, mit Routineaufgaben wie Betreuen und Füttern“, sagt Sven Glomme, „nachmittags geht es dann zusammen mit dem Lehrer oder Betreuer in die Schul-AGs.“ Dort können und sollen die Freiwilligen auch eigene Ideen einbringen: „Wenn die Einarbeitung abgeschlossen ist, kann je nach Neigung auch eine eigene AG betreut werden.“
Entsprechend sind Kreativität, Selbstständigkeit und Lust an der Zusammenarbeit Eigenschaften, die die Bewerber idealerweise mitbringen sollten. „Der Freiwillige kann bei uns seinen Arbeitsplatz selbst gestalten und andere junge Menschen mit seinem Engagement ansprechen“, erklärt der Fachbereichsleiter. Das könne jemand, dessen Schulzeit noch nicht lange zurückliegt, oftmals besser als ein Pädagoge: „Jugendliche haben einen anderen Zugang zueinander und bringen ihre eigenen Erfahrungen ein.“
Betreut werden die Freiwilligen nicht nur von den Lehrern der IGS, sondern auch von der Akademie für Naturschutz, wo Seminare die jungen Menschen auf ihre Aufgabe vorbereiten. „Wir orientieren uns an den Bewerbern“, betont Sven Glomme. Denn letztlich soll das FÖJ für beide Seiten einen positiven Nutzen haben. „Für Jugendliche ist es eine Möglichkeit zu schauen, ob der pädagogische Bereich etwas für ihn ist und ermit anderen jungen Menschen arbeiten möchte.“
Für ihre Tätigkeit erhalten die Freiwilligen eine kleine Vergütung über den Förderverein der IGS Friesland-Süd und die Akademie für Naturschutz. „Wünschenswert wäre für uns ein Bewerber aus der nahen Region, da wir dem Freiwilligen keine Unterkunft anbieten können.“
Viel zu bieten habe die IGS jedoch an anderer Stelle. „Wir sind eine junge Einrichtung, die sich gerade aufbaut und viele ökologische und nachhaltige Themen aufgreift. Wer sich für Natur interessiert, dürfte hier bei uns auf seine Kosten kommen.“
Derzeit ist an der IGS eine FÖJ-Stelle zu besetzen. Bewerbungen können über die Internetseite der Akademie für Naturschutz via www.nna.niedersachsen.de/foej eingereicht werden. Für weitere Informationen steht Sven Glomme per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) zur Verfügung.

Grafik: Sven Glomme

Donnerstag, 29 März 2018 14:10

Barrierefreier Weg auf zwei Meter Breite

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Preisanpassung von Minigolfanlage und Erlebnisbad weitere Themen im Gemeinderat Bockhorn

Bockhorn. Der barrierefreie Ausbau des Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen An der Hasenweide in Zetel und der Urwaldstraße in Bockhorn ist beschlossene Sache. Einstimmig brachte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Entscheidung auf den Weg.
Die Kosten für den Ausbau sind mit 140.038 Euro beziffert. Die Gemeinde Bockhorn trägt, da der Radweg überwiegend ihr Gebiet berührt, den Löwenanteil von 92.924 Euro. Die Leader-Gruppe „Südliches Friesland“ hat einen Zuschuss von 70 Prozent bewilligt, die Gemeinde Bockhorn hofft, dass der verbleibende Eigenmittelanteil von 27.877 Euro durch einen etwaigen Zuschuss des Landkreises Friesland zusätzlich reduziert wird. Geplant ist eine Verbreiterung des gesamten Radwegs auf zwei Meter – damit sollen sich Radfahrer, Handbiker und Rollstuhlfahrer künftig problem- und gefahrlos begegnen können.
„Auf den Weg muss man ein Auge haben, damit er nicht zweckentfremdet wird“, betonte Rolf Scherer (Gruppe FDP/Scherer). Das verbiete auch das Befahren der Strecke mit LKW, um beispielsweise Holz abzuholen, so der Ratsherr. Christel Bartelmei (CDU) regte an, dass die Einfahrten in Zetel und Bockhorn zwar gut für E-Rollstuhlfahrer zu passieren sind, aber dennoch eine Barriere geschaffen werde, um zu vermeiden, dass der Weg als „Rennstrecke“ genutzt wird.
Ebenfalls beschlossen wurde die Anpassung der Preise für Minigolf und Erlebnisbad. So kostet der Eintritt für Erwachsene in der Minigolfsaison 2018 künftig drei statt 2,50 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren beträgt das Entgeld zwei statt bisher 1,50 Euro. Beibehalten wurde dagegen der Schülergruppentarif von einem Euro je Schüler. Neu ist, das Personen mit einem Behinderungsgrad von 50 Prozent einen Euro pro Spielkarte an Ermäßigung erhalten. Ab einem Behinderungsgrad von 100 Prozent ist das Spiel kostenlos.
Im Erlebnisbad gilt der Abendtarif künftig ab 18 Uhr statt wie bisher ab 18.30 Uhr. Die Zehnerkarte ist ab dieser Saison nicht mehr erhältlich – sie wurde wegen geringer Nachfrage eingestellt. Gestiegen ist auch der Preis für die Saisonkarte: 180 Euro sind nun fällig, davor waren es 155 Euro. Begründet wird die Erhöhung der Eintrittspreise für das Bockhorner Bad durch das erwirtschaftete Defizit, in 2017 von rund 168.500 Euro.
Neueingeführt wurde die Kombikarte zur Nutzung beider Einrichtungen in der Badesaison. Der aktuelle Preis beträgt für Erwachsene fünf Euro (vorher: sechs Euro), für Kinder drei statt vier Euro.
Donnerstag, 29 März 2018 14:08

Seit 40 Jahren Treffpunkt für Jung und Alt

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Festakt mit Musik und Tag der offenen Tür im Bürger-Huus am Samstag, 21. April, von 13 bis 17 Uhr

Bockhorn. Für etliche Generationen ist der Bereich hinter dem Torbogen der Kirchstraße 9 mit vielen Erinnerungen verbunden. Hier öffneten sich vor 40 Jahren erstmals die Türen einer Einrichtung, die seit dem 21. April 1978 für Jugendliche und Senioren gleichermaßen als Anlaufstelle fungiert.
Der Grundgedanke ist bis heute gleich geblieben: Im oberen Bereich ist das Jugendzentrum untergebracht, die Räumlichkeiten im Erdgeschoss dürfen dagegen von Gruppen unentgeltlich genutzt werden. Der Seniorenbeirat hält hier unter anderem seine Sitzungen ab, die Frauengruppe trifft sich für Handarbeiten, außerdem gibt es eine ehrenamtlich geführte Bücherei. „Das Haus lebt ja gerade von und mit denjenigen, die es nutzen“, fasst Inja Boomgaarden von der Jugendpflege der Gemeinde Bockhorn zusammen.
Die Jugendpflegerin hat derzeit noch alle Hände voll zu tun. Denn das 40-jährige Bestehen soll am Samstag, 21. April, von 13 bis 17 Uhr in einem Festakt mit Musik, Redebeiträgen und einem Tag der offenen Tür gewürdigt werden. „Wir organisieren derzeit Stellwände, kaufen ein und sprechen mit den Gruppen durch, welche Technik sie benötigen“, erzählt Inja Boomgaarden, die sich darüber freut, dass sich alle Nutzer an dem Festtag beteiligen: „Alle sind motiviert und freuen sich bereits auf den Tag.“
Für die Besucher und Gäste wird es ein umfangreiches Bühnenprogramm geben, dazu verschiedene Informationsstände, Mitmachaktionen für Kinder und natürlich eine umfangreiche Cafeteria mit selbst gebackenem Kuchen und Torten sowie Bockwurst und Kartoffelsalat.
Die musikalische Untermalung übernehmen die Showband Grabstede und der Shantychor, außerdem erwartet die Besucher eine Aufführung des Kommunalen Kindergartens Grabstede und eine Hiphop-Tanzdarbietung des TV Bockhorn. Zur Eröffnung gibt es kurze Redebeiträge von Ehrengästen und dem Bürgermeister.
Ein Kreativangebot haben Tatjana Meisner vom Familien- und Kinderservicebüro (FamKi) und Jugendleiterin Matjana Gröne vorbereitet, zudem können für das Freibad und die Minigolfanlage Freikarten bei einem Luftballonweitflug-Wettbewerb gewonnen werden.
Im Flur des Bürger-Huus ist außerdem eine Ausstellung über die Einrichtung zu sehen, die der Heimatverein zusammengestellt hat.
Freitag, 23 März 2018 11:35

Vertrauen schafft Halt untereinander

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Coolness-Training in den siebten Klassen der Oberschule Bockhorn

Bockhorn. Es gibt sie in jeder Klasse: Den Einzelgänger, der sich partout nicht in die Gruppe eingliedert, oder die eingeschworene Gemeinschaft, die immer etwas lauter als die anderen daherkommt. In der Schule prallen unterschiedliche Ansichten und Sympathien aufeinander, was mitunter auch zu Konflikten führt. Gerade in den jüngeren Jahrgängen ist die Streitkultur oftmals rauer untereinander – damit es dabei nicht zum Äußersten wie Ausgrenzung oder Mobbing kommt, setzt die Oberschule Bockhorn auf Präventionsprogramme, die ein gewaltfreies Miteinander in den Klassen vermitteln.
Dazu gehört auch das Coolness-Training von David Eckert, der die siebten Klassen der Oberschule kürzlich besuchte. Das Programm des Trainers ist individuell, Rollenspiele und Aktionen auf die Schüler abgestimmt. „Ich schaue darauf, was die Klassen brauchen, das sehe ich schon nach wenigen Augenblicken“, sagt David Eckert. Manchmal gehe es darum, das Selbstbewusstsein zu stärken oder dass die Klassenregeln wieder ins Bewusstsein rücken.
„Mit der Pubertät treten die Jugendlichen in eine besondere Lebensphase ein“, weiß der Trainer, der die Schüler dazu bringen möchte sich selbst kennenzulernen – und auch die Mitschüler. „Es geht darum, wie man mit Konflikten und miteinander umgeht“, fügt David Eckert hinzu.
Bei seinem Programm, das der Anti-Aggressivitäts- und Coolnesstrainer auch an anderen Schulen in Niedersachsen anbietet, gehe es auch bisweilen um deutlich tiefgreifendere Konflikte: „In Bockhorn ist es entspannt, der Umgang in ländlichen Gegenden ist respektvoller im Gegensatz zu größeren Städten“, weiß David Eckert aus Erfahrung.
Konflikte vernünftig zu lösen und Verantwortung zu übernehmen ist das Ziel des Sozialkompetenztrainings. Das halte oftmals noch Tage nach dem Training an, sagt die Schulsozialarbeiterin der Oberschule Bockhorn, Jasmin Wittkowski: „Man sieht auf einmal, dass die Schüler in der Pause als Klasse zusammensitzen.“
Natürlich gibt es auch Grenzen, setzt David Eckert hinzu. „Man kann nicht immer alle erreichen. Aber wenn dabei auch nur einer gestärkt herausgeht, ist es ein gutes Training gewesen.“
Freitag, 16 März 2018 12:08

Stele erinnert an Schicksal der Familie Frank

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Zetel. Symbolträchtiger hätte das Wetter angesichts der Gedenkstelen-Einweihung für die deportierte Sinti-Familie Frank an der Horster Straße in Bohlenberge nicht sein können: Während der Himmel den Auftakt der Veranstaltung in kühles Grau tauchte, prasselte während des musikalischen Intermezzos der Gruppe „Sinti Swing“ der Regen auf die Gäste, dass einige die Musiker mit Regenschirmen vor der Nässe schützten.
Vor 75 Jahren stand an der Stelle, die durch die Stele gekennzeichnet ist, der Wohnwagen der Schaustellerfamilie. Am 8. März wurden sie verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Grete, Georg, Frieda Gertrud, Ella Lisbeth, Hans Georg, Herbert Otto, Anna Ursula und Angela Frank fanden im Vernichtungslager den Tod, lediglich Margot Schwarz (geb. Franz) und Anton Franz überlebten.
In ihrer Eröffnungsrede betonte die Leiterin des Schlossmuseums Jever, Prof. Dr. Antje Sander, die Bedeutung der Gedenkkultur in den Orten: „Für die Hinterbliebenen der Opfer sind dies wichtige Brücken zu dem Geschehen und ihren Familien.“ Die Gedenkarbeit bleibe auch für die Enkelgeneration ein wichtiges Anliegen, was sich in Gesprächen mit der Familie Schwarz deutlich gezeigt habe.
Der stellvertretende Landrat Reinhard Onnen-Lübben unterstrich, dass „die Opfer dieser bösen Zeit nicht vergessen werden dürfen“. Es sei lobenswert, dass Erinnerungsorte in den Städten und Gemeinden die Aufarbeitung der von den Nationalsozialisten begangenen Verbrechen ermöglichen.
Das Jahrzehnte andauernde Schweigen über die verübten Gräueltaten habe in Zetel besonders lange angehalten, stellte Hartmut Peters vom Arbeitskreis des Gröschlerhauses Jever heraus: „Den gezeichneten Überlebenden des Völkermords wurde zu lange die Last der öffentlichen Erinnerung aufgebürdet.“ Ohne die Berichte von Margot Schwarz und die Beharrlichkeit von Christel Schwarz, der das Gedenken an seine Familie einforderte, „ständen wir heute nicht hier“, so Hartmut Peters.
Das Leid der Sinti und Roma sei im Nachkriegsdeutschland keinesfalls zu Ende gewesen, erläuterte Hans Begerow: „Bald wieder als Landfahrer stigmatisiert, wurde ihnen eine Entschädigung für die brutale KZ-Haft auf gemeine Art und lange verweigert.“
Christel Schwarz, der mit zahlreichen Angehörigen der Auschwitz-Überlebenden an der Veranstaltung teilnahm, bedankte sich bei den Initiatoren der „Erinnerungsorte in Friesland“, die die Stele aufgestellt hatten. Es gebe die Tendenz einer erneuten Diskrimierung angesichts der aktuellen politischen Entwicklung, warnte Christel Schwarz, der sich einen Abbau der Vorbehalte gegenüber Sintis wünschte. Zum Gedenken an die Deportierten legte die Familie Schwarz einen Kranz an der Stele ab.
Freitag, 16 März 2018 12:04

Geschätzte Kosten lassen sich nicht halten

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Bockhorn. Empfindliche Kostensteigerung beim Umbau des Feuerwehrhauses Grabstede: Die 2016 geschätzten Kosten von ursprünglich 991.000 Euro lassen sich laut dem ausführenden Planungsbüro nicht halten. Realistisch ist ein Kostenrahmen von 1,185 Millionen Euro, so Rüdiger Piltz vom Architekturbüro Kieselhorst und Piltz im Ausschuss für Ordnung, Feuerschutz und Soziales. Grund für die erhöhten Kosten sind die Fachplanungen für Vermessung, Brandschutz, Statik, Elektronik, Heizung und Sanitär. Kostensteigerungen von zirka zehn Prozent seien nicht unüblich, merkte Rüdiger Piltz an. Dies habe auch mit den Preisschwankungen der Wirtschaft zu tun.
„2013 haben wir mit einem Investitionsvolumen von 15.000 Euro in Grabstede angefangen. Den Bürgern sind wir schuldig, diese Steigerung zu erklären“, betonte Rolf Scherer (parteilos). Mit den ersten Mitteln von rund 20.000 Euro habe man Mängel, die sofort zu beseitigen gewesen seien, im Feuerwehrhaus behoben, erläuterte Bürgermeister Andreas Meinen. Durch die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeug müssten zudem bauliche Maßnahmen für eine verkehrssichere Ein- und Ausfahrt umgesetzt werden.
Einen Überblick über die geleisteten Einsätze und Übungen der beiden Ortswehren gaben die Ortsbrandmeister Stefan Lehmann und Stefan Bieling. Dabei wurde auch deutlich, wie belastend einige Einsätze für die Feuerwehrkameraden gewesen sind. Insbesondere der Sturz eines Jugendlichen durch das Dach der stillgelegten Ziegelei sei kein täglicher Einsatz gewesen. „Wir haben nach dem Einsatz noch lange darüber gesprochen. Da gab es viel Redebedarf“, so Stefan Bieling. Auch das Orkantief Xaver habe einige Male das Ausrücken der Wehren notwendig gemacht. Mehrere tausend Dienststunden seien so zusammengekommen, erklärte Stefan Lehmann.
Bürgermeister Andreas Meinen dankte für die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, inbesondere vor dem Hintergrund der oftmals belastenden Einsätze. „Es macht Spaß mit euch, und die Zusammenarbeit mit den Kommandos klappt hervorragend“, lobte Meinen. Gemeindebrandmeister Holger Reuter gab einen Sachstand zum Grabsteder Löschfahrzeug ab. Dieses soll im Sommer 2019 einsatzbereit sein, die europaweite Ausschreibung dazu ist versandfertig.
Beraten hatte der Ausschuss auch über eine Neuregelung der Seniorenbeiratswahl. Diese soll künftig zusammen mit der Kommunalwahl erfolgen, aus Rücksicht auf die ehrenamtlichen Wahlhelfer erfolgt die Stimmenauszählung drei Tage später. „Die Versammlungswahl als Modell ist gescheitert“, machte Walter Daxl vom Beirat deutlich, eine Zusammenlegung mit der Kommunalwahl biete eine Chance auf höhere Wahlbeteiligung. „Wir wollen erreichen, damit bekannter zu werden.“
Dies könne eine Änderung der Wahlordnung nicht bewirken, hielt Rolf Scherer entgegen. Ratsamer wäre, dass der Beirat mit allen Einrichtungen der Gemeinde, die sich für Ältere einsetzen, ein gemeinsames Konzept für Seniorenarbeit erstelle. Über die endgültige Änderung der Wahlordnung muss der Rat abschließend abstimmen.
Einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro erhält die Arbeitsloseninitiative Wilhelmshaven/Friesland (ALI) für das aktuelle Jahr. Nachdem eine Bitte um finanzielle Zuwendung in 2017 noch abschlägig beschieden worden war, stimmte der Ausschuss einstimmig für eine zunächst einmalige Unterstützung der Initiative.
Mittwoch, 14 März 2018 12:06

Neuenburg bekommt eigenen Wochenmarkt

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Neuenburg. Das Wehdegebiet ist um einen Wochenmarkt reicher. Zusätzlich zu den Märk-ten in Zetel und Bockhorn wird es künftig jeden Freitag ein weiteres Angebot in Neuenburg geben. Inititator der Idee ist der Unternehmer Stefan Siefjediers, der für eine Umsetzung den Gewerbeverein Neuenburg ins Boot geholt hat. Dieser brachte den Vorschlag schließlich bei der Gemeinde Zetel ein.
Zunächst hatte sich der Markt­ausschuss mit der Thematik befasst, an der Sitzung nahmen Stefan Siefjediers und Christoph Groß vom Gewerbeverein Neuenburg ebenfalls teil. Der Dörpplatz sei bereits aufgrund des Supermarktes dort ein zentral genutzter Platz und auch für Ältere gut erreichbar, so Groß. Mit dem Wochenmarkt werde in Zeiten des Geschäftesterbens zudem ein wichtiges Zeichen gesetzt: „In erster Linie soll es eine kulturelle Bereicherung sein.“
Die Reaktionen auf die Idee fielen auf Seiten der Zeteler Politik positiv aus. „Ihr lauft hier offene Türen ein“, sagte Heinrich Meyer (SPD), der gleichzeitig den Vorschlag einbrachte, den Beschickern für die Anfangszeit die Gebühren zu erlassen. Sofern dies im Einklang mit dem Marktrecht stehe, solle das für eine bestimmte Zeit getan werden, setzte Bürgermeister Heiner Lauxtermann hinzu. „Das ist eine tolle Sache und wird sicherlich auch Kaufkraft nach Neuenburg ziehen“, zeigte sich Heiner Juilfs (CDU) sicher.
Einstimmig votierte der Markt­ausschuss für den Markt. In der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde war die Abstimmung schließlich nur noch eine reine Formsache. Auch hier stellte sich der Rat einstimmig hinter die Idee. Bürgermeister Heiner Lauxtermann: „Das Schöne ist, das damit der erste Markt bereits nächste Woche stattfindet.“ Die Verwaltung beschäftigt das Thema allerdings noch etwas länger. Der Markt muss in der Gewerbeordnung festgesetzt werden, dies schließt Änderungen in der Wochenmarktordnung und -satzung mit ein.
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