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Mittwoch, 29 Mai 2019 17:39

Grüne holen in Jade bestes Wesermarsch-Ergebnis

geschrieben von Michael Tietz
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Europawahl: CDU und SPD verlieren kaum Stimmen, aber deutliche Anteile bei höherer Beteiligung

Jade.
Bei der Europawahl am vergangenen Sonntag mussten auch in der Gemeinde Jade sowohl SPD als auch CDU Federn lassen – zumindest prozentual. Kurios dabei: Die Christdemokraten sind mit Blick auf den Stimmenanteil der größte Verlierer in Jade – obwohl sie sogar mehr Stimmen bekommen haben als bei der letzten EU-Wahl fünf Jahre zuvor.
So gab es am Sonntag 891 Stimmen für die CDU, das entspricht 31,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, ein Verlust von satten zwölf Prozentpunkten. Im Mai 2014 hatten noch 845 Stimmen für gut 43,3 Prozent gereicht. Ein ähnliches Bild bei der SPD: Die verlor zwar tatsächlich Stimmen, nämlich genau 18 im Vergleich zur letzten Wahl, musste aber prozentual einen Verlust von 8,9 Punkten hinnehmen.

Grund für diese Entwicklung ist eine heuer deutlich höhere Wahlbeteiligung von 60,6 Prozent: Von 4.732 Wahlberechtigten gaben 2.870 tatsächlich ihre Stimme ab, fünf Jahre zuvor waren es nur 1.963 von 4.581, das entsprach einer Beteiligung von 42,85 Prozent. Mehr als 900 Stimmen zusätzlich wurden also diesmal verteilt, kaum welche davon gingen allerdings an CDU und SPD. Profitiert haben vielmehr vor allem die Grünen: Sie konnten ihr absolutes Ergebnis um mehr als 150 Prozent von 276 auf nun 702 Stimmen verbessern und kamen auf einen Stimmenanteil von 24,67 Prozent. Die Grünen wurden damit zweitstärkste Kraft hinter der CDU und holten in der Gemeinde Jade ihr bestes Ergebnis in der ganzen Wesermarsch: Kreisweit kamen sie auf 21,65 Prozent. Stimmen hinzugewonnen haben ferner die AfD und die FDP, einen Achtungserfolg mit gut 2,8 Prozent konnte (auch) in Jade die Satirepartei „PARTEI“ verbuchen.
Die Grünen wurden im Wahlbezirk Mentzhausen mit 33,15 Prozent sogar stärkste Kraft, in allen anderen Bezirken einschließlich Briefwahl lag die CDU vorn. Die Grünen sind in Mentzhausen seit geraumer Zeit stark, was wohl auch mit dem Projekt Küstenautobahn zu tun hat, dessen Realisierung die Region schwer treffen würde.
Die SPD musste sich in allen Wahllokalen mit Platz drei begnügen. In Mentzhausen kamen die Sozialdemokraten nur auf magere 11,5 Prozent, in Jaderberg reichte es für gut 21 Prozent – insgesamt holten sie in der Gemeinde knapp 17,4 Prozent, das schlechteste SPD-Ergebnis im ganzen Landkreis. Knapp auf Platz 1 blieb die Partei in Brake und Lemwerder.

Bei den Grünen, deren Landesvorsitzender Hanso Janßen in Jade wohnt, war die Freude über das Wesermarsch-Ergebnis groß: „Heute feiern wir Europa und die hohe Wahlbeteiligung. Ab morgen stehen wieder Klimaschutz und die zunehmende soziale Ungleichheit auf unserem Aufgabenzettel“, teilte Christina-Johanne Schröder für den Kreisvorstand am Wahlabend mit. Das Ergebnis sieht man auch als Auftrag: „Die Verschwendung von Milliarden Steuergeldern für klimaschädliche Projekte wie die A 20 muss ein Ende haben. Wir brauchen genau diese Gelder für gleichwertige Lebensbedingungen in ländlichen Regionen wie schnelles Internet und den klimafreundlichen Umbau unserer Wirtschaft“, so Schröder.
Gelesen 743 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 29 Mai 2019 17:41

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