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Montag, 09 September 2019 11:39

Sanierung der Feuerwehren soll bis 2032 dauern

geschrieben von Michael Tietz
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Das Feuerwehrgerätehaus in Südbollenhagen ist zu großen Teilen aus dem Baujahr 1954. Der hölzerne Anbau entstand 2006 in Eigenarbeit. Das Feuerwehrgerätehaus in Südbollenhagen ist zu großen Teilen aus dem Baujahr 1954. Der hölzerne Anbau entstand 2006 in Eigenarbeit. Foto: Michael Tietz
Alle vier Gerätehäuser müssen dringend ertüchtigt werden.

Jade.
Weil es am Geld mangelt, werden sich Sanierung und Ausbau der vier Feuerwehr­gerätehäuser in der Gemeinde Jade noch etwas hinziehen: Womöglich erst im Jahr 2032 – in Worten: Zweitausendundzweiunddreißig – werden alle Ortswehren über eine zeitgemäße Basis verfügen, die den Anforderungen an Arbeitssicherheit, Gesundheit und ein gewisses Maß an Komfort für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte genügen sollen. Das wurde am vergangenen Dienstag im Feuerwehrausschuss des Gemeinderats deutlich.
Ein Rückblick: Im Januar 2016 hatte die Feuerwehrunfallkasse (FUK) Niedersachsen als zuständiger Versicherungsträger nach einer Begehung der Feuerwehrgebäude einen alarmierenden Bericht vorgelegt: Auf 19 Seiten wurden verschiedene Mängel und Probleme aufgelistet. Diese sind in erster Linie bautechnischer Art – die Gebäude entsprechen nicht mehr den Anforderungen an zeitgemäßes Feuerwehrwesen, sie sind teils nicht mit der Arbeitsstättenverordnung in Einklang zu bringen, teils bergen die Gegebenheiten Gefahren für die Kameraden, gerade wenn diese im Einsatzfall in Eile sind. Tordurchfahren sind zu schmal, es gibt keine ausreichenden sanitären Einrichtungen, keine ausreichenden Dekontaminationsvorrichtungen und keine sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung, also klar separierte Bereiche für verschmutzte Kleidung und Ausrüstung und einen sauberen Arbeits- bzw. Aufenthaltsbereich. Mit Blick auf die Fahrzeughallen wurde festgestellt, dass die Mindestanforderungen an die Stellplatzgrößen und damit an die Verkehrswege um die Fahrzeuge nicht erfüllt sind.

Die jüngste Sitzung fand im Feuerwehrhaus Südbollenhagen statt – so konnten sich die Ausschussmitglieder selbst von den Gegebenheiten vor Ort überzeugen. Dass die nicht in Einklang stehen mit den Anforderungen an modernes und effizientes Feuerlöschwesen ist auch für den Laien sofort erkennbar. Das Staffellöschfahrzeug etwa passt nur gerade so in die dafür vorgesehene Halle, bis auf wenige Zentimeter muss es rückwärts an die Wand rangiert werden, damit vorn das Tor geschlossen werden kann. Eine (eigentlich vorgeschriebene) Absauganlage für die Lkw-Abgase gibt es nicht.
Im vergangenen Jahr hatte sich die Politik dann zunächst darauf verständigt, dass alle vier Ortswehren in Jade, Jaderberg, Schweiburg und Bollenhagen erhalten bleiben sollen. Zuvor hatte es durchaus die Überlegung gegeben, mit einer Ortswehr weniger auszukommen um Kräfte zu bündeln und Geld zu sparen.
In der Folge ging es um ein Sanierungskonzept: Für die Stützpunktfeuerwehren in Jaderberg und Schweiburg lief es dabei sogar auf komplette Neubauten hinaus, im Bestand wäre zu wenig Platz, An- und Umbau genauso aufwendig, so das Fazit der Planer. Bis zu sechs Millionen Euro waren in Summe kalkuliert worden, zuzüglich etwaiger Grundstückskäufe.
Bürgermeister Henning Kaars hatte schon zu Beginn der Beratungen darauf hingewiesen, dass die Gemeinde gegenüber dem Versicherungsträger in der Pflicht sei, die aufgezeigten Mängel zu beseitigen. Eigentlich innerhalb einer Frist von fünf Jahren ab Erstellung des Berichtes. Mehr als drei Jahre sind inzwischen verstrichen, ohne dass baulich etwas passiert ist.
Dabei hatte sich die Gemeinde schon einen Plan zurechtgelegt, nach dem bis 2026 alle Gerätehäuser hätten modernisiert sein sollen, einschließlich eines Neubaus etwa in Schweiburg. Doch aus dem Plan wurde nichts, die Kommunalaufsicht beim Landkreis machte den sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung: Zu groß der Investitionsbedarf, zu hohe Darlehen in zu kurzer Zeit wären nötig. Die Gemeinde müsste sich in einem Maß verschulden, das insbesondere mit der Zielvereinbarung, die zwischen Gemeinde, Landkreis und Land Niedersachsen geschlossen worden ist, nicht in Einklang zu bringen wäre.

So musste die Planung neu in Angriff genommen werden, und das Ergebnis wurde nun vorgestellt. So wurden für alle vier Standorte verschiedene Ausbauvarianten erwogen – die Verwaltung musste nun zwangsläufig auf die jeweils günstigste drängen. Ferner ging es um die Frage der Reihenfolge, auch hier hat die Verwaltung mit einer ausgeklügelten Bewertungsmatrix einen Vorschlag geliefert.
Danach wäre die Feuerwehr Jaderberg zuerst an der Reihe, mit einem geschätzten Investitionsbedarf von 1,5 Millionen Euro. Vorgesehen ist dabei der Neubau der Fahrzeughalle auf dem Nachbargrundstück und ein Umbau im bestehenden Ge-bäude in zwei Bauabschnitten. Damit soll auch deshalb begonnen werden, weil eine Förderung vom Land Niedersachsen in Aussicht steht: „Bedarfszuweisungen wegen besonderer Aufgaben“ nennt sich der Fördertopf, den aber nur finanzschwache Kommunen in Anspruch nehmen können. Diesen Status wird Jade ab 2022 aber nicht mehr tragen, so fällt der Zuschuss für die später folgenden Projekte weg.
Als nächstes wäre Schweiburg an der Reihe, ebenfalls mit einem Teilneubau auf dem Nachbargrundstück und geschätzten Kosten in Höhe von etwa 1,44 Millionen Euro. Baubeginn wohl frühestens 2025. Die Maßnahmen in Jade (1,08 Millionen) und Südbollenhagen (840.000 Euro) sollen laut Vorlage „bis 2032“ erfolgen. Gegenwärtige Baukostenkalkulationen dürften indes kaum über 13 Jahre Bestand haben.
Der Ausschuss folgte dem Beschlussvorschlag mehrheitlich, der Gemeinderat soll das Votum am 24. September bestätigen, auch weil Eile geboten ist. Um einen etwaigen Förderzuschuss für 2020 zu sichern, müsste ein entsprechender Antrag für das konkrete Vorhaben in Jaderberg bis Ende Oktober beim Innenministerium eingereicht sein.

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Gelesen 461 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 September 2019 11:49

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