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Freitag, 06 April 2018 11:49

Gute Luft in Varel

geschrieben von Redaktion und Anke Kück
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Vielbefahren – dennoch ist die Belastung der Atemluft unterhalb der Grenzwerte: An der B 437 wurde im Monat Februar die NO2-Konzentration gemessen. Vielbefahren – dennoch ist die Belastung der Atemluft unterhalb der Grenzwerte: An der B 437 wurde im Monat Februar die NO2-Konzentration gemessen. Foto: Anke Kück

Luftqualitäts-Messungen an der B437: Ergebnis deutlich unter dem Grenzwert – Wert für Kinder zu hoch?

Varel. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat inzwischen die Ergebnisse ihrer deutschlandweiten Luftqualitäts-Messaktion veröffentlicht.
(Mehr Informationen dazu unter www.duh.de/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-identifiziert-1111-hot-spots-mit-gesundheitlich-gefaehrlicher-konzentration/ )
Im Rahmen der Untersuchung wurde an über 500 Messorten die Stickstoffdioxid (NO²)-Konzentration in der Atemluft im Laufe des Monats Februar gemessen. Auch Varel war bei dieser Aktion dabei: Das Umweltteam der Ev.-luth. Kirchengemeinde hat am 1. Februar 2018 zwei Messröhrchen an einem Verkehrsschild an der B437, direkt vor der neuen katholischen Kirche, angebracht. Dieses Teilstück ist einerseits besonders vom Verkehr zum Wesertunnel belastet, auf der anderen Seite aber wegen des Krankenhauses, der Grundschule Osterstraße und des katholischen Kindergartens auch besonders sensibel.
Am 1. März wurden die Messröhrchen wieder entfernt und an die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zur Laborauswertung zugesandt.
Der Umweltbeauftragte der Ev.-luth. Kirchengemeinde Varel Dr.-Ing. Hanspeter Boos erklärt:

„Das für Varel mitgeteilte Ergebnis von 19,6 µg/m³ liegt zwar deutlich unterhalb des derzeitigen Grenzwertes von 40 µg/m³. Oldenburg lag im Jahresschnitt 2017 bei 49 µg/m³. Es bestätigt den Ruf unserer guten Seeluft in Varel. Trotzdem bleibt die Frage, ob für Kinder, für alte oder kranke Menschen die gemessene Konzentration nicht auch schon zu hoch ist.“
Tatsächlich sind die Belastungen sogar noch höher als im Februar 2018 von der DUH gemessen. Aufgrund des starken Kälteeinbruchs während etwa der Hälfte des Messzeitraums liegt der von den Passivsammlern ermittelte Wert rund zehn Prozent unter dem tatsächlichen Wert. Das haben Referenzmessungen an den offiziellen Messstationen, der Vergleich mit den Februar-Messungen des Umweltbundesamtes (UBA) sowie die mit der Analyse betrauten Wissenschaftler des schweizerischen Analyselabors Passam AG bestätigt.

Um über das Ausmaß des Problems der Belastung unserer Atemluft mit dem Dieselabgasgift NO² zu informieren, hat die DUH neben ihren eigenen Ergebnissen auch alle bereits öffentlich über das Umweltbundesamt zugänglichen amtlichen Messungen sowie Untersuchungen des Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Rundfunkanstalten rbb und SWR sowie des Vereins Green City aus München in einer interaktiven Karte zusammengetragen. Das Ergebnis der Gesamtbetrachtung: 1.111 Messstellen in 426 Städten und Gemeinden zeigen gesundheitlich bedenkliche NO²-Belastungen der Atemluft mit Werten von über 20 µg/m³. An 350 Messstellen in 121 Städten und Gemeinden zeigen die Ergebnisse sogar Überschreitungen des NO²-Luftqualitätswerts von 40 µg/m³. „Wir haben in Deutschland ganz offensichtlich ein flächendeckendes Problem mit giftigem Stickstoffdioxid in unserer Atemluft. Ursache dafür sind vor allem die ungefilterten Abgase aus Dieselmotoren. Die neue Bundesregierung muss ihre Hilfe auf alle Städte und Gemeinden ausdehnen, die unter gesundheitlich bedenklichen NO²-Werten leiden, und nicht nur die wenigen Dutzend Städte mit amtlichen Messpunkten finanziell unterstützen“, fordert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.
Aktuelle Studien verschiedener Behörden und von der Industrie unabhängiger Institute zeigen, dass bedenkliche Gesundheitsschäden bereits ab einer Belastung von 20µg NO²/m³ auftreten. Besonders für Kinder, Schwangere sowie ältere Menschen ist diese Belastung gesundheitsgefährdend. „Daher fordern wir nicht nur dringend die Einhaltung der seit 2010 verbindlich geltenden Grenzwerte von 40µg/m³, sondern auch eine schnellstmögliche Absenkung des Grenzwerts auf 20µg/m³. Selbst die Schweiz hat mit 30 µg/m³ bereits seit 1986 einen strengeren Luftqualitätswert als die EU“, so Resch weiter.
Um die bundesweite Datenlage weiter zu verbessern, plant die DUH eine zweite Messaktion für ungefähr 500 Orte in Deutschland im Juni 2018.
Wie schon bei der ersten Mitmachaktion können Bürger Straßenabschnitte in ihrer Gemeinde mit einer besonders hohen Luftverschmutzung über die Internetadresse www.duh.de/abgasalarm melden.
Gelesen 363 mal Letzte Änderung am Freitag, 06 April 2018 11:57

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