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Freitag, 13 Juli 2018 11:32

Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ feierlich eröffnet

geschrieben von Cosima Rieker
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Ein Ort an dem Trauer und Abschied, aber Leben und Fröhlichkeit stattfinden – das soll das am Mittwoch feierlich eröffnete Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ sein.  Unter großer Teilhabe der Menschen der Region war es überhaupt erst möglich geworden, das insgesamt 2,7 Millionen Euro kostende Haus fertigzustellen. Das Engagement der Bürger drückte sich beim Tag der offenen Tür ebenfalls eindrucksvoll aus: Etwa 1500 Menschen kamen in die Karl-Nieraad-Straße 14 und zeigten sich außerordentlich beeindruckt von der Atmosphäre des Hauses, das „Leben bis zuletzt“ und einen Abschied in Würde ermöglichen soll. Am Montag werden nun bereits die ersten Gäste erwartet.   Ein Ort an dem Trauer und Abschied, aber Leben und Fröhlichkeit stattfinden – das soll das am Mittwoch feierlich eröffnete Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ sein. Unter großer Teilhabe der Menschen der Region war es überhaupt erst möglich geworden, das insgesamt 2,7 Millionen Euro kostende Haus fertigzustellen. Das Engagement der Bürger drückte sich beim Tag der offenen Tür ebenfalls eindrucksvoll aus: Etwa 1500 Menschen kamen in die Karl-Nieraad-Straße 14 und zeigten sich außerordentlich beeindruckt von der Atmosphäre des Hauses, das „Leben bis zuletzt“ und einen Abschied in Würde ermöglichen soll. Am Montag werden nun bereits die ersten Gäste erwartet. Foto: Thorsten Gieseler
Varel. Nach gut einem Jahr Bauzeit konnte das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ am Mittwoch eröffnet werden. Im Laufe des Tages kamen weit über tausend interessierte Bürger, darunter auch viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Kirche zu dem Neubau in der Karl-Nieraad-Straße 14.
Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner dankte bei seiner Festrede den Sponsoren und allen Beteiligten, insbesondere den Bürgern und Bürgerinnen der Region für ihr Engagement: „Wir haben bei uns in Varel einen Ort geschaffen, der auch über die Grenzen Varels hinausstrahlt. Ohne das große Engagement aus der Bevölkerung wäre dies nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich allen, die dazu beigetragen haben, danken. Auch die hohe Resonanz bei der heutigen Eröffnung zeigt mir, dass die Stadt Varel gemeinsam mit der gesamten Region hinter diesem Haus steht!“. Die Eröffnung sei ein sehr bewegender Moment – ein Tag, auf den viele Menschen hingearbeitet haben und er ziehe seinen Hut vor dem außerordentlichen Einsatz, der hier geleistet wurde, betonte er.

Oskar-Verleihung

Als besondere Auszeichnung für diese Menschen, verlieh Gerd-Christian Wagner „Oscars“ in fünf Kategorien: Den ersten Oscar überreichte er Daniel de Vasconcelos in der Kategorie „Bester Geschäftsführer der Welt“, der zweite Oscar ging an den „besten Hospizvorstand“ (Anke Kück, Dr. Ernst-Berthold Ahlhorn, Gisela Wilksen, und Dr. Peter Demmer), einen weiteren Oscar erhielt das „beste Hospizteam der Welt“. Annemarie Büppelmann, Renate Gleba, Berni Thiele und Carola Wienes nahmen die Auszeichung stellvertretend für alle Aktiven entgegen.
Den Oscar für „Inspiration und Engagement“ übergab er an Irene Müller (Geschäftsführung mission:lebenshaus gGmbH) und den letzten Oscar für „Das Gesicht des Hospizes“ überreichte er Anke Kück, der Vorsitzenden der Hospizbewegung Varel e. V., „in großer Dankbarkeit für ihr einmaliges Engagement für einen Abschied im Guten mit Sonnenstrahlen im Herzen“, ein Abschied, der nun an diesem Ort in dem neuen Hospiz möglich geworden sei, so Wagner.
Sven Ambrosy, Landrat im Landkreis Friesland, sagte in seiner Rede: „Ich bin beeindruckt von dem beispiellosen Einsatz für dieses besondere Modellprojekt, das Leben und Fröhlichkeit, aber auch Trauer und Abschied unter einem Dach vereinen wird“. Der Landkreis Friesland habe das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ sehr gerne finanziell unterstützt – es sei ein Gewinn für die gesamte Region. Er hob die gute Zusammenarbeit mit dem benachbarten Landkreis Wesermarsch anerkennend hervor.

„Sie haben Mut gezeigt“

Auch Thomas Brückmann (Landrat Wesermarsch) betrachtet das Projekt als „gemeinsame Schnittstelle“, von der die ganze Region profitiere und erklärte: „Wir sind mit den Gesellschaftern des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit in gutem Kontakt. Einige der Beteiligten haben dieses besondere Haus bereits bei uns in der Wesermarsch vorgestellt. Ich bin überzeugt davon, dass es richtig war, dieses Haus zu unterstützen!“ Extra aus Hannover für die Eröffnung angereist war Gert Klaus, der Vorsitzende des Hospiz- und Palliativ Verbandes Niedersachsen e.V. Die Entwicklung in Varel sei vom Verband mit Interesse beobachtet worden, erzählte er, nachdem man dort erst etwas zurückhaltend gewesen wäre, da von einer weitgehend bestehenden Bedarfsdeckung ausgegangen wurde. „Sie haben mit Ihrem Vorgehen vor Ort Mut gezeigt!“, beteuerte er und lobte zudem auch das große Ausmaß an Unterstützung durch die Bevölkerung und den damit verbundenen Einsatz für die Menschenwürde – das Hospiz erfülle so eine ganz wichtige gesellschaftliche Aufgabe!
Umweltminister Olaf Lies bestätigte die große Unterstützung seitens der Bürger: „Dieses Hospiz lebt davon, dass eine ganze Region dafür geworben und gearbeitet hat und das macht das Haus zu etwas ganz Besonderem. Wir sind stolz auf alle, die so eine tolle Arbeit leisten! Hier wurde etwas erreicht, was Jahre vorher noch unerreichbar schien…“

Glücklich und stolz

Die zukünftigen Betreiber des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit, Irene Müller (Geschäftsführung mission:lebenshaus gGmbH), Anke Kück (Vorsitzende Hospizbewegung Varel e. V.) und Daniel de Vasconcelos (Geschäftsführer Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ gGmbH) betonten im Rahmen der Eröffnung: „Wir sind glücklich und stolz, dass wir hier heute gemeinsam das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit eröffnen dürfen. Gemeinsam möchten wir uns für die Bedürfnisse von unheilbar erkrankten Menschen aus der Region und deren Zugehörigen einsetzen. Wir sind dankbar für den unglaublichen Zuspruch, den wir für dieses besondere Modellprojekt erfahren haben – sei es durch emotionale Unterstützung, ehrenamtliches Engagement, wie zum Beispiel beim Spendenlauf oder dem Herstellen der Bausteine, aber natürlich auch durch viele großzügige Spenden. Dafür möchten wir von Herzen „Danke“ sagen!“
„Danke“ sei auch das Zauberwort, das dieses Haus hier ermöglicht habe, sagte Anke Kück, und weiter betonte sie: „Den Zuspruch, den wir erlebt haben, geben wir gerne zurück: Kommen Sie zu uns, wenn Sie Hilfe wünschen.“

Gemeinsame Einsegnung

Die Unterstützung aus der Bevölkerung wird auch weiter benötigt: Der Aufenthalt in einem Hospiz sowie die Beratungsangebote im ambulanten Bereich sind für die Gäste und Ratsuchenden kostenfrei. Zwar werde ein großer Teil der Kosten von den Krankenkassen übernommen, allerdings müssen auch künftig fünf Prozent der Kosten im stationären und verschiedene Sachkosten im ambulanten Bereich aus Spendenmitteln finanziert werden.
Bevor Daniel de Vasconcelos den Schlüssel durch die Vertreter der KAPELS ARCHITEKTEN PartGmbB entgegennehmen konnte, erfolgte die Einsegnung des Hauses durch Kreispfarrer Christian Scheuer und Pastor Achim Jürgens in einer gemeinsamen Zeremonie mit Pfarrer Manfred Janssen und Pfarrerin Maximiliane Kedaj. Stimmungsvoll begleitet wurde der Festakt durch die Musikerin Christine Homfeldt.
Bei dem anschließenden „Tag der offenen Tür“ konnten sich die Besucher ein erstes Bild vom Haus machen und mit Mitarbeitenden ins Gespräch kommen. Haupt- und Ehrenamtliche beantworteten Fragen, stellten die einzelnen Räume vor und erklärten dieses Haus, das einen ambulanten und einen stationären Bereich umfasst. An einem Wunschbaum konnten sich die Besucher „Blätter“ mit besonderen Wünschen des stationären Hospizes am Wattenmeer „abpflücken“. Die musikalische Begleitung beim „Tag der offenen Tür“ erfolgte durch das Katteker Jazz Quartett und den Shantychor De Freesen ut Varel.
Die Bühne wurde von dem Unternehmen Eilers Fahrzeugbau aus Varel gestellt, die Moderation der Veranstaltung übernahm Gerhard Lambertus. Und wie schon in den vergangenen Monaten sorgten zahlreiche Helfer und Unterstützer für einen gelungenen Ablauf des Tages. Mit dabei unter anderem: Edeka Driebolt, die Fleischerei Schlöndorf, Eiswagen von Seggern, der Stadtbetrieb der Stadt Varel und die vielen Ehrenamtlichen und Mitabeiter.
Die Stadt Varel, die Landkreise Friesland und Wesermarsch, die Gemeinden Zetel und Bockhorn, mehrere regionale Stiftungen und nicht zuletzt die Deutsche Fernsehlotterie haben sich an der Finanzierung beteiligt.

Mehr Informationen unter www.hhp-jadebusen.de.

Gelesen 2214 mal Letzte Änderung am Freitag, 13 Juli 2018 11:52

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