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Freitag, 27 Juli 2018 10:35

Integrationshelfer beklagen zuviel Bürokratie

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Siemtje Möller (vorn im Bild, dritte von links) zeigte Verständnis für die Sorgen der Asylsuchenden und ihrer Integrationshelfer, einfache Lösungen konnte aber auch sie nicht versprechen. Siemtje Möller (vorn im Bild, dritte von links) zeigte Verständnis für die Sorgen der Asylsuchenden und ihrer Integrationshelfer, einfache Lösungen konnte aber auch sie nicht versprechen. Foto: privat

MdB Siemtje Möller besucht Integrationsverein „Zusammen in Varel“ und das „Fundus“

Varel. Auf Tuchfühlung mit Berliner Politik konnten die Mitglieder des Integrationsvereins „Zusammen in Varel e.V.“ (ZiV) mit der Vareler Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (SPD) am vergangenen Dienstagabend gehen. Siemtje Möller ist zur Sommersitzungspause aus Berlin in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und so konnte endlich der von ihr seit langem geplante Besuch bei ZiV stattfinden.
„Wir freuen uns sehr, dass es jetzt – nach über einem Jahr – geklappt hat“ so die erste Vorsitzende des Vereins, Hildegard Korell. „Wir wissen, dass es in Berlin momentan hoch her geht und schätzen es sehr, dass Frau Möller sich die Zeit für diesen Besuch hier bei uns in Varel nimmt.“ Bei dieser Gelegenheit schaute sich die Abgeordnete auch das Second-Hand-Ladenprojekt „FUNDUS“ in der Langen Straße 61 an, wo so manches alte Schmuckstück bei Möbeln und Geschirr ihre besondere Aufmerksamkeit erregte.
Vor allem an den praktischen Erfahrungen der Vereinsmitglieder war die Abgeordnete interessiert. So kamen auch die Geflüchteten zu Wort und konnten ganz direkt die Fragen stellen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Die afghanischen Familien, zum Beispiel, bewegt aktuell, warum Menschen aus Afghanistan kein Asyl bekommen, auch wenn sie arbeiten und alles dafür tun, um sich gut zu integrieren. Sichtlich schwer fiel es der Parlamentarierin, darauf zu antworten, denn positiv konnte ihre Antwort nicht ausfallen: „Es ist schwer zu vermitteln, dass Afghanistan ein sicheres Land sein soll, in das man Menschen abschieben kann, obwohl die Bedrohungslage durch Anschläge und andere Gewalt tatsächlich gegeben ist. Aber so ist leider nun einmal die Rechtslage. Denn im Gegensatz zu Syrien findet in Afghanistan kein offener Krieg statt.“
Auch für die Klage der deutschen Integrationshelfer über Bürokratie in schwer verständlichem Beamtendeutsch und Anträge für Fördergelder, deren Ausfüllen nahezu ein eigenes Studium erfordert, hatte Siemtje Möller großes Verständnis. Dieses Problem höre sie immer wieder bei ihren Gesprächen mit ehrenamtlich Aktiven und sogar mit hauptamtlichen Antragstellern bei großen Organisationen. Die Ehrenamtlichen von ZiV beklagten in diesem Zusammenhang auch das Fehlen kompetenter Beratungsstellen.
„Insgesamt sind auch die Asylprozesse viel zu langwierig“, befand die Parlamentarierin im Laufe der Diskussion. „Es ist wichtig, dass die Menschen nicht jahrelang über ihren Status im Unklaren gelassen werden. Dazu muss es eine Möglichkeit geben, dass Menschen, die seit Jahren gut integriert sind, dann auch in Deutschland bleiben dürfen, denn hier ist dann ihre wirkliche Heimat, gerade für die Kinder.“ Auch sprach sie sich klar für ein gut geregeltes Einwanderungsgesetz aus und äußerte die Zuversicht, dass dieses nun auch bald beschlossen werde. Positive Vorbilder dafür gebe es bereits in vielen europäischen Nachbarländern.
Insgesamt war der Besuch für alle Seiten bereichernd und anregend. Die engagierten Mitglieder von „Zusammen in Varel“ freuten sich, das ihre Anliegen gehört wurden und Siemtje Möller wollte gern die Eindrücke und Anregungen mit in ihre Arbeit in Berlin einfließen lassen.
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