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Montag, 30 Juli 2018 16:25

Rekordverbrauch: OOWV reduziert Druck in Wasserleitung

geschrieben von Redaktion
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Weniger Wasser rauscht durch die Leitungen: Wegen des enormen Verbrauchs hat der OOWV den Druck in den Leitungen reduziert. Weniger Wasser rauscht durch die Leitungen: Wegen des enormen Verbrauchs hat der OOWV den Druck in den Leitungen reduziert. Symbolfoto: pixabay.com
Brake/Sandelermöns. Wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen hatten die Wasserversorger in den vergangenen immer neue Rekorde zu vermelden: Am Dienstag letzter Woche teilte der OOWV mit, dass die Wasserwerke und Speicherpumpwerke am Tag zuvor insgesamt 314.330 Kubikmeter Trinkwasser abgegeben hätten. Das war nur knapp unter dem bisherigen Höchstwert vom 2. Juli 2015, als 316.841 Kubikmeter Wasser geliefert worden waren.
„Das ist eine Spitze, über die sich niemand in Verbindung mit den anhaltenden hohen Temperaturen freuen kann“, sagte Axel Frerichs, Bereichsleiter für den Betrieb der Wasserwerke, Netze und Anlagen: „In dieser Größenordnung müssen wir auf Reserven in den Wasser speichern der Werke zurückgreifen. Bei anhaltend hohen Verbräuchen gelingt es uns nicht mehr, diese wieder bedarfsgerecht aufzufüllen.“ Insofern erneuere der OOWV seine dringende Bitte, das Trinkwasser sor gsam zu verwenden und beispielsweise auf unnötiges Bewässern von Gärten und Rasensprengen zu verzichte n. Auch das Wasser in Planschbecken und Pools sollte nicht vorschnell ausgetauscht werden. „Der durchsch nittliche Pro-Kopf-Verbrauch entspricht 115 Liter pro Tag. Ein Vielfaches dieser Menge wird derzeit für Gärten, Rasenflächen und Pools verwendet“, erklärte der Bereichsleiter.

Am Freitag, 27. Juli, dann die erneute Meldung: Am Donnerstag hatte der Verband insgesamt 332.222 Kubikmeter Trinkwasser abgeben müssen - ein neuer Höchstwert in der 70-jährigen Verbandsgeschichte. Das sind rund 110.000 Kubikmeter mehr als sonst an einem Tag. „Der tägliche Wasserverbrauch und die Menge, die wir in den Wasserwerken aufbereiten können, passt nicht mehr zusammen“, erläuterte Axel Frerichs. Die Reserven in den Speichern der Wasserwerke werden immer kleiner.

Und deshalb hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband nun erste Konsequenzen gezogen: Seit Freitag ist der Versorgungsdruck gesenkt worden, um die Trinkwasserversorgung auch in den nächsten Tagen zu sichern. Das Wasser sprudelt seither nicht mehr so kräftig wie gewohnt aus den Hähnen. In den Regionen, in denen bereits Druckschwankungen festzustellen sind, werden diese sich möglicherweise noch verstärken. „Dieser Schritt ist nun notwendig, um Zwangsmaßnahmen wie das Anordnen von Nutzungseinschränkungen zu vermeiden“, sagte Axel Frerichs, Bereichsleiter für den Betrieb der Wasserwerke, Netze und Anlagen. Er betonte: „Auch der abgesenkte Versorgungsdruck reicht, um eine Trinkwasserversorgung für die Menschen sicherzustellen.“ Im ländlich geprägten Gebiet des OOWV ist außerdem die Bereitstellung von Trinkwasser für viele Millionen Nutztiere erforderlich.
Axel Frerichs appellierte erneut und eindringlich, in dieser angespannten Situation insbesondere auf das Rasensprengen und das Befüllen von privaten Gartenpools zu verzichten: „Hier muss jetzt der Solidargedanke greifen: Gemeinsam sollten wir alle prüfen, wo wir tatsächlich Trinkwasser einsetzen müssen – und wo wir es sparen können, damit es weiter bei allen Kundinnen und Kunden ankommt.“ Der Wasserverbrauch bewegt sich im OOWV-Gebiet auf Rekordniveau. Täglich geben die Wasserwerke und Speicherpumpwerke weit über 300 000 Kubikmeter Trinkwasser ab. „Mit der Druckabsenkung versuchen wir diese Entwicklung zu stoppen“, so der Bereichsleiter. Sobald sich die Lage entspannt, werde der OOWV diese Maßnahme zurücknehmen. Sie könne gegenwärtig aber auch noch verschärft werden, falls die tägliche Abgabemenge nicht spürbar sinke.

Der OOWV appelliert angesichts der außergewöhnlichen Wetterphase daran, das Trinkwasser für die Zwecke einzusetzen, für die es in erster Linie auch vorgesehen ist: Trinken und Kochen, Körperpflege, Baden und Duschen, Toilettenspülung, Wäsche waschen, Geschirr spülen und Putzen. „Mit 1000 Litern Wasser kann man sich rund 20 Mal duschen, 166 Toilettenspülungen machen und 400 Mal seine Hände waschen. Ein herkömmlicher Gartenpool dagegen benötigt gut und gerne mehrere tausend Liter“, zog Axel Frerichs einen Vergleich. Im OOWV-Gebiet liegt der Pro-Kopf-Verbrauch üblicherweise bei 115 Litern. Der aktuell enorm hohe Wasserverbrauch kann zu einem Druckabfall führen. Dann sind Trübungen des Trinkwassers möglich. Diese werden hervorgerufen durch gesundheitlich unbedenkliche Partikel von Eisen und Mangan, die sich bei den veränderten Strömungsverhältnissen in den Leitungen lösen.
Gelesen 1630 mal Letzte Änderung am Montag, 30 Juli 2018 16:45

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