Anzeigen

Redaktion

Media-Daten

 

Friebo

Bürozeiten:
Montags bis Donnerstag: 9 bis 13 Uhr und 14:00 bis 17 Uhr
Freitags: 9 bis 12 Uhr

Kontakt
Donnerstag, 02 August 2018 18:23

Endlich wieder tanzen am Strand

geschrieben von Michael Tietz
Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Sie bekommen nur wenig Schlaf in dieser Woche: David Nagel, Marcus Baitis, Leona Lenßen, Wolf Becker, Sönke Kleen, Nilo Yalçın-Peter, Jan Bunte und Nadine Schabét mit Festivalleiter Till Krägeloh (v. links). Das zentrale Orga-Team des Watt En Schlick-Festes 2018 sorgt für Vorbereitung, Aufbau und Ablauf des Festivals – und kann sich dabei auf die Unterstützung von rund 100 zumeist ehrenamtlichen Helfern verlassen. Sie bekommen nur wenig Schlaf in dieser Woche: David Nagel, Marcus Baitis, Leona Lenßen, Wolf Becker, Sönke Kleen, Nilo Yalçın-Peter, Jan Bunte und Nadine Schabét mit Festivalleiter Till Krägeloh (v. links). Das zentrale Orga-Team des Watt En Schlick-Festes 2018 sorgt für Vorbereitung, Aufbau und Ablauf des Festivals – und kann sich dabei auf die Unterstützung von rund 100 zumeist ehrenamtlichen Helfern verlassen. Foto: Michael Tietz
Watt en Schlick 2018: Drei Tage Festival auf vier Bühnen direkt am Dangaster Strand – Mehr als 60 Acts von Freitagnachmittag bis Sonntagabend.

Dangast.
Ein ausführliches Gespräch zu führen mit Till Krägeloh oder Jan Bunte, daran ist am Mittwoch gar nicht zu denken: Pausenlos surrt ein Handy oder schnarrt es im Funkgerät. „Wir haben wenig geschlafen in den letzten Tagen“, geben die beiden zu Protokoll, und trotzdem: müde oder gar ausgelaugt wirken der Chef des Dangaster Watt en Schlick-Festes und sein technischer Direktor keineswegs, im Gegenteil: Das Adrenalin hält sie hellwach.
Denn seit einer Woche sind sie praktisch im Dauereinsatz, bewerkstelligen den Aufbau für das fünfte Festival, das an diesem Wochenende auf dem Gelände zwischen Kurhausstrand und Hafenwiese stattfinden wird. Krägeloh und Bunte sind dabei freilich nicht allein: Neben dem etwa zehn Personen zählenden Orgateam, das den Überblick behalten und die Verantwortung tragen muss, wuseln an die hundert Helfer auf dem Gelände herum. Es wird gezimmert und geschraubt, geschleppt, geschoben, gestapelt und montiert. Jeder weiß offenbar genau, was zu tun ist. Welcher Lkw wohin muss und welche Glühbirne in welche Fassung gehört.
Alles muss schnell gehen, tausend Dinge sind gleichzeitig zu erledigen und trotzdem gilt auch hier natürlich: Safety first! Sicherheit, Technik, Gastro, Kommunikation, Künstlerbetreuung – für jeden Aufgabenbereich hat Till Krägeloh einen Profi an seiner Seite. Auch deshalb gibt es praktisch keinerlei Probleme mehr beim Aufbau des nunmehr fünften Festivals.

„Die Helfer sind ehrenamtlich im Einsatz“, betont Till Krägeloh, und er macht keinen Hehl daraus, wie stolz er auf den besonderen Spirit ist, der „das Fest“, wie es alle hier nur kurz nennen, schon umgibt, bevor es überhaupt angefangen hat. „Viele kommen schon zum wiederholten Mal und helfen mit, scheint also auch Spaß zu machen“, stellt der Watt En Schlick-Gründer fest. Und in der Tat – alle sind gut gelaunt und voller Vorfreude, trotz schwerer Arbeit, die zudem nicht nur bei strahlender Sonne, sondern bis Dienstag auch bei bis zu 30 Grad verrichtet werden musste. Es geht dennoch geradezu entspannt zu, wie auch Jan Bunte feststellt, als er einen Moment lang den Blick über das Gelände schweifen lässt. Da wird fröhlich in der Sonne gepfiffen, nicht etwa über die Hitze gemotzt, es wird gescherzt statt gebrüllt.
„Läuft doch alles, wie immer“, vermelden beispielhaft Sönke Kleen und Marcus Baitis nur knapp, den behandschuhten Daumen nach oben reckend. Sie sind für die elektrische Versorgung des gesamten Festivals verantwortlich. Etliche Kilometer Kabel müssen dabei letztlich an die massiven Generatoren angeschlossen werden, die bis zu 750.000 Voltampere leisten.
Nilo Yalçın-Peter ist verantwortlich für die Gastronomie, die in diesem Jahr in erster Linie an der Hafenkante aufgebaut wird. Wieviele Hektoliter Bier, Wasser, Wein und Limo bevorratet werden, lässt sich nur ahnen, aber fest steht: Dursten muss hier niemand am Wochenende.

„Die Logistik ist schon eine Herausforderung“, gesteht Till Krägeloh, allein gilt es innerhalb von zweieinhalb Tagen mehr als 60 Künstler abzuholen, unterzubringen, zu verpflegen und bei Laune zu halten. Manche müssen direkt nach dem Auftritt wieder zum Flughafen, das muss alles organisiert werden – von den vielfältigen Bedürfnissen der bis zu 6.000 Besucher pro Tag ganz zu schweigen.
Wie wird das Wetter zum Fest? Das ist zweifellos in jedem Jahr eine der zentralen Fragen, wie bei jedem Open-Air. In diesem Jahr ist die Antwort glasklar: Könnte nicht besser sein. In den letzten Jahren hatte man beim Dangaster Festival mit viel, zu viel Wasser zu tun, heuer ist es warm und trocken. Das kann natürlich ein Risiko sein, aber Till Krägeloh hat schon mit dem Stadtbrandmeister gesprochen: „Alles im Griff.“

Mehr Künstler, mehr Vielfalt
Es ist im Jahr fünf erneut ein bißchen größer geworden, das Watt en Schlick-Fest, noch vielfältiger. Wieder haben Till Krägeloh und sein Team eine Schippe draufgelegt – noch ein bißchen mehr für alle, mehr von allem. Die große Bühne am Strand, das Zirkuszelt, die Palette, das Floß sind am Mittwoch schon aufgebaut, hinzu kommt noch das sogenannte Vorzelt oben auf dem Platz. Dort werden unter anderem die Filme gezeigt.
Gern verweist Till Krägeloh auf die Internationale Besetzung des Festivals. Beim Watt en Schlick-Fest wird die Leidenschaft für urbane Kultur mit einem friedlichen, atmosphärischen Fest für alle Generationen auf einem kleinen Fleckchen Strand verbunden – nicht von ungefähr wurde das Dangaster FEST im vergangenen Herbst mit dem Helga-Award zum „besten Festival“ Deutschlands ausgezeichnet. Auf vier unterschiedlichen Bühnen – der großen Main­stage, dem Zirkuszelt, der Palette und dem Floß, einer schwimmende Bühne – gibt es einen spannenden Programm-Mix aus Musik, Literatur, Film und Theater. Unter anderem dabei sind die Singer-Songwriterin Kat Frankie, der Pianist Martin Kohlstedt, die australischen Parcels, Isolation Berlin, BSMG mit dem Rapper Megaloh, Gisbert zu Knyphausen, Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi, der Schriftsteller Selim Özdogan oder die israelische Musiker Noga Erez. Headliner am Samstag ist das international agierende Groove-Kollektiv Fat Freddy’s Drop aus Neuseeland und am Sonntag steht Tocotronic auf der großen Bühne. Am Festival-Sonntag werden außerdem traditionell die Deutschen Meisterschaften im Schlickrutschen ausgetragen.

In der Nacht zu Montag geht das dreitägige Spektakel am Dangaster Deich zu Ende. Für Crew und Helfer heißt es dann: Abbauen und Aufräumen.
Für Kurzentschlossene gibt es am Freitag und Sonntag noch Tageskarten, alle Infos unter: www.wattenschlick.de

Gelesen 2569 mal Letzte Änderung am Freitag, 03 August 2018 10:00

Online lesen...

Leserreisen 2018

Facebook

Adresse

Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Friesländer Bote GmbH & Co. KG
Elisabethstr. 13
Elisabethstr. 13
26316 Varel
26316 Varel

Bürozeiten:

Montag bis Donnerstag:
Montag bis Donnerstag:
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
9 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Freitag:
Freitag:
9 bis 12 Uhr
9 bis 12 Uhr