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Freitag, 07 September 2018 12:11

"Der Bedarf für ein Bettenhaus ist groß"

geschrieben von Anke Kueck
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Dr. Christoph Reiche (v.l.), Sozialministerin Carola Reimann, Landrat Sven Ambrosy, Siemtje Möller, Geschäftsführer Frank Germeroth und Dr. Guido Klein sprachen über notwendige Erneuerungen im Vareler Krankenhaus, aber auch über das überzeugende Konzept der Hebammenzentrale. Dr. Christoph Reiche (v.l.), Sozialministerin Carola Reimann, Landrat Sven Ambrosy, Siemtje Möller, Geschäftsführer Frank Germeroth und Dr. Guido Klein sprachen über notwendige Erneuerungen im Vareler Krankenhaus, aber auch über das überzeugende Konzept der Hebammenzentrale. Foto: Anke Kück
Sozialministerin Carola Reimann besuchte Vareler St. Johannes-Stift

Varel.
„Wir möchten Ihnen gerne etwas aus dem täglichen Leben unseres Krankenhauses mit auf den Weg geben,“ sagte Geschäftsführer Frank Germeroth beim Besuch der Sozialministerin Carola Reimann im Vareler St. Johannes-Stift.
Bei einem kurzen Rundgang im Beisein von Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und Vertretern des Krankenhauses wurde sie auf die bestehenden Probleme aufmerksam gemacht, die das historische Gebäude mit sich bringt: Treppenstufen in den verbindenden Fluren, ein Aufzug, dessen Kapazität oft ausgelastet ist und Dreibettzimmer ohne eigenes Bad sind nur einige Themen.
„Der Bedarf für eine Sanierung hier in Varel ist sehr groß, wir brauchen dringend ein neues Bettenhaus sowie Platz für moderne Technik und die nötige Digitalisierung. Wir haben dafür noch einige Hausaufgaben zu machen, aber das werden wir bald erledigen“, ergänzte Landrat Sven Ambrosy. Die Antragsunterlagen für notwendige Förderungen seien bereits zusammengestellt und schon im September soll alles im Ministerium in Hannover vorgestellt werden – da ist eine positive Begleitung durch die Ministerin sicher sehr hilfreich. Carola Reimann machte Mut: „Die Rahmenbedingungen sind ausgesprochen günstig, insgesamt haben wir derzeit 250 Millionen Euro pro Jahr für solche Investitionen zur Verfügung, dazu tragen auch die Strafzahlungen von VW bei.“ Wenn alles optimal laufe, könnten erste Gelder ab 2020 fließen.
Dr. Guido Klein machte aber deutlich, dass die räumliche Situation nur ein Problembereich sei: „Wir bekommen hier in der Fläche nicht das Fachpersonal das wir brauchen. Da müssen wir dringend politisch agieren.“
Ein weiteres Thema sei, dass die Personalkosten in den Kostenverhandlungen mit den Kassen nicht zu hundert Prozent berücksichtigt würden. Auch da sei dringender Handlungsbedarf. Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller versprach, zu diesem Thema mit Gesundheitsminister Jens Spahn noch einmal in die Diskussion zu gehen.

Hebammenzentrale
Sehr angetan war Carola Reimann von der Hebammenzentrale, die im Sommer am St. Johannes-Stift den Betrieb aufgenommen hat. „Hier werden Anfragen junger Familien entgegengenommen und mit den Angeboten der Hebammen in der Region zusammengebracht. Zusätzlich ist so eine gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung, zum Beispiel bei der Urlaubsvertretung, möglich geworden, berichtete Fenna Wardenburg, die die Zentrale mitbetreut.
Seit dem 1. Juni wurde hier fast 80 Familien geholfen. Die Ministerin betonte die Wichtigkeit von Familienhebammen: „Sie ermöglichen ein gutes Aufwachsen. Es ist wichtig, das gesamte familiäre Umfeld zu beachten und ich sehe, dass das hier im Lokalen funktioniert.“
Siemtje Möller, selbst junge Mutter machte deutlich: „Hebammen leisten Enormes bei der Versorgung der Frauen und sorgen dafür, dass die Kinder seltener krank werden. Diese wichtige Arbeit muss auch im Berliner Gesundheitsministerium noch mehr Beachtung finden, da brauchen wir endlich Bewegung.“
Chefarzt Dr. Christoph Reiche wies auf die Vorteile der Zusammenarbeit mit der Hebammenzentrale, aber auch mit den anderen Akteuren (zum Beispiel das Jugendamt) bei der Versorgung junger Familien hin: „Gerade die Hebammen leisten hier wertvolle Arbeit.“ Leider hätten diese mit vielen formellen Hürden zu kämpfen und er wünschte sich bessere Rahmenbedingungen und eine höhere Akzeptanz: „Die helfenden Hände unserer Hebammen werden dringend gebraucht. Wenn ihre Motivation verloren gehen würde, das wäre der GAU.“
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