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Montag, 08 Oktober 2018 14:44

Fünftonner erinnert nun an Friesland-Kaserne

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Gemeinschaftsleistung: Ein schwerer Findling, gefunden im Boden der einstigen Kaserne, verweist auf die Geschichte des neuen Stadtviertels. Gemeinschaftsleistung: Ein schwerer Findling, gefunden im Boden der einstigen Kaserne, verweist auf die Geschichte des neuen Stadtviertels. Foto: Michael Tietz
Varel. Vor etwaigem Diebstahl weitgehend sicher ist wohl das neue Exponat, das seit kurzem an der Karl-Nieraad-Straße neben dem Kreisdienstleistungszentrum zu sehen ist: Rund 5,6 Tonnen schwer ist der Findling, der jetzt, ergänzt durch einen gemauerten Sockel und eine Aufschrift, an die Geschichte des rund 35 Hektar großen Geländes als Standort verschiedener Bundeswehreinheiten erinnert.
„Ehemalige Friesland Kaserne 1961 bis 2006“ ist auf dem Stein zu lesen. Ganz bewusst wird damit ausschließlich auf das „Kapitel Bundeswehr“ in Varel hingewiesen, wenngleich die Historie der Stadt als militärische Garnison deutlich weiter zurückreicht. Die Gebäude etwa, die das Erscheinungsbild der späteren Friesland-Kaserne maßgeblich prägen sollten, sind während des Zweiten Weltkrieges für Einheiten der Kriegsmarine errichtet worden, dazu zählten auch die Kompanielocks, von denen einer zum heutigen Dienstleistungszentrum umgebaut wurde.
Ab 1961 war in der Friesland-Kaserne zunächst das Panzer­grenadierbataillon 311 stationiert, später das Fallschirmjägerbataillon 313. Dessen Kommandeur war von Oktober 1993 bis März 1996 Ferdinand Baur, damals Oberstleutnant. Inzwischen ist der Offizier pensioniert, Baur und seine Familie blieben der Wahlheimat Varel aber treu. Ferdinand Baur war nach dem Dienst in Varel, inzwischen als Oberst, stellvertretender Kommandeur der Oldenburgischen Luftlandebrigade, zu der auch das Vareler Bataillon gehörte. Zuletzt hatte er von 2009 bis zu seiner Pensionierung Ende 2013 das Kommando über die Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr im oberbayerischen Altenstadt.
„Mit Augenmaß die Erinnerung an die Geschichte des Standorts erinnern“, das sei das Ziel gewesen, erklärte Baur jetzt bei der Präsentation des Steins, der bei Erdarbeiten auf dem Kasernengelände nur unweit des jetzigen Standorts ausgebuddelt worden war. Zusammen mit einigen ehemaligen Bundeswehrangehörigen, die der Friesland-Kaserne bis heute verbunden sind, und mit Unterstützung der Stadt Varel, insbesondere von Ratsmitglied Jost Etzold, hatte sich der ehemalige Kommandeur für den Aufbau des Steins an zentraler Stelle bemüht, ergänzt um eine Texttafel, die in aller Kürze über die Geschichte der Friesland-Kaserne informiert. Ferdinand Baur sprach von einem „Akt der Solidarität“ mit all jenen Menschen, die ihren Dienst geleistet haben. „Es hat auch Todesfälle gegeben, an die wir erinnern möchten“, betonte Baur, „sowohl in der Ausbildung, bei Unfällen sowie im Einsatz.“
Jost Etzold erinnerte an die Bedeutung, die der Armeestandort auch für die Stadt gehabt habe: „Ohne die Kaserne wäre Varel heute kleiner, auch ist mit der Schließung Kaufkraft verloren gegangen“, so der FDP-Ratsherr. Bürgermeister Gerd-Christian Wagner betonte, dass mit dieser Form der Erinnerung die genau passende Lösung gefunden worden sei. „Die Gebäude gehen Stück um Stück verloren, aber so bleibt die Erinnerung an jene, die hier ihren Dienst für das Gemeinwesen verrichtet haben, gewahrt.“ Wagner dankte auch Fritz Schimmelpenning und den Kollegen vom Stadtbetrieb für den Einsatz, die Stadt hatte für das Fundament und den Aufbau des Steins gesorgt. Dabei hatte zunächst ein Gabelstabler zum Einsatz kommen sollen. „Keine Chance“ habe der aber gehabt, wie Fritz Schimmelpenning verriet: „Ein 40-Tonnen-Autokran musste her.“
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