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Donnerstag, 07 März 2019 13:04

Teilabriss: Durchbruch bei der Bahnhofsbrücke

geschrieben von Anke Kück
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Knapp 70 Menschen demonstrierten am vergangenen Donnerstag am Vareler Bahnhof. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Jusos. An diesem Donnerstag konnten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und Stadtplaner Olaf Freitag nun tatsächlich einen Kompromiss aushandeln. Foto: Anke Kück Knapp 70 Menschen demonstrierten am vergangenen Donnerstag am Vareler Bahnhof. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Jusos. An diesem Donnerstag konnten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und Stadtplaner Olaf Freitag nun tatsächlich einen Kompromiss aushandeln. Foto: Anke Kück
Varel. Quasi im Wortsinn einen Durchbruch erzielt haben Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und Stadtplaner Olaf Freitag am Donnerstag bei erneuten Gesprächen mit Vertretern der Deutschen Bahn über die Zukunft der Vareler Bahnsteigbrücke: Noch während der Rückfahrt vom Gesprächstermin in Hannover teilten sie mit: „Wir haben eine konstruktive Lösung für die Barrierefreiheit bei unserer Bahnhofsbrücke gefunden“, so Bürgermeister Wagner.
Das Thema Denkmalschutz sei nun geregelt worden, wie jüngste Pläne es bereits beschrieben hatten: „Gefunden wurde eine Kompromisslösung, bei der die Aufgänge erhalten bleiben. Der Mittelteil der Brücke wird abgerissen und durch einen Neubau mit Fahrstühlen ersetzt.“
Auch der Elektrizifizierung stehe nun nichts mehr im Wege. Die erforderlichen Anträge beim Eisenbahnbundesamt sollen in Kürze gestellt und danach seitens der Bahn ein genauer Zeitplan vorgelegt werden. Auch die Kosten werden im Laufe des Verfahrens ermittelt.

„Wir halten diese Vorschläge für umsetzbar und sind sehr glücklich nun endlich einen Verhandlungserfolg erzielt zu haben“, freute sich Wagner. Ein Erfolg, der noch genau eine Woche zuvor bei der von den Jusos organisierten Demonstration am Bahnhof von vielen nicht für möglich gehalten und doch nachdrücklich eingefordert worden war: „Ich bin zwei Jahre gependelt und dabei habe ich immer wieder Fahrräder oder Kinderwagen über den Übergang getragen: Es kann nicht Aufgabe der Passagiere sein, den Bahnhof begehbar zu machen“, sagte Juso-Mitglied Julian Thiele.
Knapp 70 Menschen waren bei kühlen Temperaturen zum Bahnhof gekommen um die Barrierefreiheit zu fordern, unter ihnen viele Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen. Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller trat ebenfalls mit einer deutlichen Forderung ans Mikrofon: „Es ist Zeit, der Bahn jetzt Druck zu machen, damit sie endlich in die Hufe kommt und der Vareler Bahnhof barrierefrei wird.“
Klare Worte fand auch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, der schon seit über zehn Jahren immer wieder mit diesem Thema konfrontiert wird und wohl kaum geglaubt hatte, dass schon eine Woche später ein Durchbruch gelingen könnte: „Die Bahnverantwortlichen haben mit der Aufhebung des höhengleichen Übergangs damals zahlreiche Menschen einfach ausgeschlossen. Alle Versprechen waren bisher Schall und Rauch, hier wird man als Kommunalpolitiker und Vertreter der Stadt im Regen stehen gelassen. Wir müssen die Bahn weiter unter Druck setzen und eine adäquate Lösung finden.“ Hans-Joachim Zschiesche von der Initiative pro Bahn forderte ungehalten und lautstark die Aufhebung des Denkmalschutzes, da eine Sanierung ansonsten zu teuer werden würde. Er erhielt dafür Beifall von den Anwesenden, aber den gab es anschließend nicht weniger stark für Jürgen Bruns (SPD), der eine andere Meinung vertrat: „Der Denkmalschutz ist das einzige Argument, das wir noch haben. Bisher haben wir keine Pläne und keine Kostenrechnung für eine Alternative gesehen. Wir sollten dieses Argument daher nicht aus der Hand geben, bevor konkrete Pläne auf dem Tisch liegen.“
Dem stimmte Bürgermeister Wagner zu: „Spielen sie nicht die Barrierefreiheit und den Denkmalschutz gegen einander aus.“ Die Rechnung scheint nun zumindest zum Teil aufzugehen und der Wunsch von Jusomitglied Dominik Helms tatsächlich wahr zu werden: „Uns ist eigentlich egal wie, aber der Bahnübergang muss barrierefrei werden. Finden Sie eine Lösung für die Menschen, die darauf so dringend angewiesen sind!“
Dennoch bleibt wohl bei vielen Beteiligten Misstrauen, ob die Versprechen dieses Mal wirklich eingehalten werden – zu oft war man enttäuscht worden. Die Bahnvertreter sind jetzt am Zug. Sie können beweisen, dass ein Wort auch beim Thema Vareler Bahnhofsbrücke noch etwas gilt.
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