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Freitag, 06 Dezember 2019 11:48

Ab Januar wird auf dem Campingplatz gebuddelt

geschrieben von Michael Tietz
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Der Strandcampingplatz in Dangast ist in die Jahre gekommen: Um bei Qualität und Infrastruktur nicht den Anschluss zu verlieren, soll der Platz in den kommenden Jahren modernisiert und ausgebaut werden. Rund vier Millionen Euro soll das kosten, Ziel ist eine Vier-Sterne-Auszeichnung. Der Strandcampingplatz in Dangast ist in die Jahre gekommen: Um bei Qualität und Infrastruktur nicht den Anschluss zu verlieren, soll der Platz in den kommenden Jahren modernisiert und ausgebaut werden. Rund vier Millionen Euro soll das kosten, Ziel ist eine Vier-Sterne-Auszeichnung. Foto: M. Tietz
Sanierung läuft an: Antrag auf Moratorium wurde abgelehnt

Varel.
Die Bauarbeiten für den Umbau und die Modernisierung des kommunalen Campingplatzes in Dangast werden in Kürze beginnen. Nach Mitteilung von Kurdirektor Johann Taddigs sind Ausschreibung und Auftragsvergabe inzwischen gelaufen, nun werden Vorbereitungen auf Seiten der Baufirmen getroffen, am 6. Januar sollen die Bagger und Maschinen anrollen.
Der Antrag der Gruppe G6 auf ein Moratorium mit dem Ziel, das Projekt zunächst für ein Jahr auf Eis zu legen, war zuletzt in den Gremien mit breiter Mehrheit abgelehnt worden. Im Betriebsausschuss für den Kurbetrieb Dangast war darüber Ende November noch einmal beraten worden. Hintergrund des Antrags war unter anderem die Klimakrise: Es sei zu prüfen, ob der Campingplatz angesichts des steigenden Meeresspiegels nicht besser hinter den Deich verlegt werden sollte, was zugleich eine ganzjährige Bewirtschaftung ermöglichen würde. Auch Kritiker aus den Reihen der Bürgerinitiative Dangast hatten Kritik an dem Umbauprojekt geäußert, Millionen würden vor dem Deich regelrecht versenkt, hieß es dort.
Kurdirektor Johann Taddigs führte dazu aus, dass die Lage direkt am Wasser für viele Gäste das entscheidende Kriterium sei und verwies auf einen Grundsatzbeschluss des Rates zur Umsetzung des Sanierungsprojektes, durch das der Campingplatz aufgewertet und für den Wettbewerb gestärkt werden soll.

Auch Karl-Heinz Funke (Zukunft Varel) bezeichnete den Vorschlag zur Verlegung des Platzes als „völig praxisfremd“, das könne mit Blick auf den Wettbewerb nur „wirtschaftlich verheerende Folgen“ haben. Die Kosten für eine vollständige Verlegung des Platzes seien zudem ungleich höher, abgesehen davon stehe binnendeichs gar nicht ausreichend Fläche zur Verfügung.
Hergen Eilers (CDU) erklärte, die Aspekte seien bereits vor geraumer Zeit abgewogen worden und es gebe keinen Anlass, von der nun so weit gediehenen Planung abzurücken.
„Unser Campingplatz zeichnet sich insbesondere durch die erstklassige Lage aus und wir sind froh, dass wir für diesen Standort einen Bestandsschutz genießen. Heute würden solche Anlagen direkt am Wattenmeer nicht mehr genehmigt“, hatte Johann Taddigs bereits in der Sitzung zuvor ausgeführt.

Auf Nachfrage führt Taddigs aus, dass die Bauarbeiten ganz bewusst außerhalb der Saison, also im Winter stattfinden werden: Schließlich sollen die Gäste auf dem Campingplatz nicht beeinträchtigt werden. Dass alle Arbeiten dabei unter dem Aspekt der Deichsicherheit erfolgen müssten, verstehe sich von selbst: „Das war auch Bestandteil der Ausschreibung und findet sich in der Auftragsvergabe ausdrücklich wieder“, erklärte der Kurdirektor auf Nachfrage. „Es gelten strenge Auflagen, die mit den Deichbehörden abgestimmt sind.“ Der Deich selbst bleibe unberührt, zudem müsse die Baustelle bei Sturmflutmeldung vollständig geräumt werden. Für etwaige Schäden an den Küstenschutzanlagen hafte im Falle des Falles der Eigenbetrieb als Bauherr.

Mit dem ersten Bauabschnitt wird ganz im Nordosten des Platzes mit dem Umbau begonnen. Die Wege und Leitungen werden neu gezogen, Stellplätze neu angelegt. Insgesamt soll sich die grundlegende Umgestaltung des Platzes über vier Abschnitte jeweils in den Winterhalbjahren erstrecken. Insbesondere soll der Platz künftig mehr Komfort bieten. Die Stellplätze werden vergrößert, auch weil die Wohnwagen immer größer werden. Zudem soll jeder Platz eigene Versorgungsanschlüsse bekommen, Fahrgassen sollen neu geplant und besser befestigt werden. Schlaglöcher und bei miesem Wetter durchnässte Stellflächen soll es auf dem künftigen Vier-Sterne-Platz nicht mehr geben.

Gut vier Millionen Euro werden dafür in Summe investiert. Angesprochen auf die langfristige Perpektive für den direkt an der (heutigen) Wasserkante liegenden Campingplatz erklärte der Kurdirektor, die Investitinen würden über einen Zeitraum von 30 Jahren abgeschrieben. „Ich gehe aber davon aus, dass der Platz noch deutlich länger betrieben werden kann“, so Taddigs.
Gelesen 927 mal Letzte Änderung am Freitag, 06 Dezember 2019 12:05

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