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Donnerstag, 26 März 2020 19:30

Coronakrise und die Frage: Wie schlimm wird es?

geschrieben von Michael Tietz
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Einsam sitzen Krabbenpulerin und Kind in der ansonsten menschenleeren Innenstadt: Das Foto entstand nicht etwa an einem Sonntagmorgen, sondern am Donnerstagnachmittag.  Einsam sitzen Krabbenpulerin und Kind in der ansonsten menschenleeren Innenstadt: Das Foto entstand nicht etwa an einem Sonntagmorgen, sondern am Donnerstagnachmittag. Foto: Michael Tietz
Gesellschaft und Wirtschaft sind im Ausnahmezustand – Folgen derzeit nicht abzusehen

Varel.
Es ist ein winziges Virus, zu erkennen nur unter dem Mikroskop. Und doch hat SARS-CoV-2, landläufig als neuartiges Coronavirus bezeichnet, die Welt auf den Kopf gestellt. Eine Pandemie ist ausgebrochen, mit Stand vom Donnerstag waren fast 500.000 Menschen in 175 Ländern infiziert, mehr als 20.000 an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Allein in Deutschland waren es zu diesem Zeitpunkt mehr als 43.000 Fälle, Tendenz weiter steigend.

Ein weit reichendes Kontaktverbot soll dabei helfen, die weitere Ausbreitung in Deutschland zu bremsen. Schulen und Kitas sind geschlossen, Familienbesuche untersagt, im Grunde gilt es zu jedem, der nicht im selben Haushalt wohnt, einen Abstand von zwei Metern zu wahren.
Die Corona-Krise ist schon voll da und doch stehen wir wohl erst ganz an deren Anfang. Wie lange sie dauert und welche Auswirkungen sie haben wird, ist ungewiss. Klar scheint nur: letztere werden heftig sein. Geschäfte und Dienstleister sind bis auf weiteres geschlossen. Am schwersten trifft es die vergleichsweise kleinen Geschäfte, den örtlichen Einzelhandel, Restaurants und Dienstleister. Wer in diesen Tagen nicht gerade mit Seife, Mehl oder Klopapier handelt, hat längst schon ein Problem. Es sei mit einer nie dagewesenen Pleitewelle zu rechnen, heißt es schon jetzt bei den Einzelhandelsverbänden. Praktisch im Schweinsgalopp haben Land und Bund Hilfsprogramme auf die Beine gestellt, doch das wird in vielen Fällen nicht zur Rettung reichen. Gerade kleineren Betrieben, die vielleicht vor Corona schon gerade so ihre Existenz sichern und keine üppigen Polster anlegen konnten, droht bei wochenlanger Zwangspause das Aus. Vom Tourismusgewerbe ganz zu schweigen. Ganzen Branchen wurde von einem Tag auf den anderen der sprichwörtliche Hahn zugedreht. Wie lange lässt sich das im Einzelfall durchhalten? Und was nützen Darlehen, wenn die Erlöse dauerhaft ausbleiben.

Was man als Kunde tun kann? Einkaufen, soviel es geht – freilich an den richtigen Stellen. So viele örtliche Händler und Dienstleister haben kreative Lösungen gefunden, wie sie trotz Schließungsgebot zumindest einen Teil des Geschäfts aufrecht erhalten können, bieten etwa Service via Telefon und E-Mail, Onlineversand oder die Möglichkeit für Drive-by-Abholung. Nutzen Sie die Angebote, wo immer das möglich ist. Auch bei uns im Friebo-Verlag schlagen die Auswirkungen der Coronakrise bereits voll durch. Werbung und Marketing sind derzeit zwangsläufig kaum gefragt, Anzeigenaufträge und Prospektverteilungen werden storniert oder bleiben aus. Wer will schon Werbung machen, wenn er selbst den Laden geschlossen halten muss.
So ist der Friebo jetzt deutlich dünner als gewohnt und enthält nur noch eine Hand voll Beilagen. Wir sind natürlich allen Kunden sehr dankbar, die auch jetzt in der Krise weiter Anzeigen bei uns schalten und Prospekte verteilen lassen. Und natürlich hoffen wir, dass so schnell es nur geht wieder ein zumindest annähernd normaler Geschäftsbetrieb möglich ist.
Auch für die Redaktion hat sich die Welt innerhalb weniger Tage deutlich verändert. Es gibt praktisch kein öffentliches Leben mehr, keine Veranstaltungen und besonderen Ereignisse, über die sonst Woche für Woche berichtet wird. Nahezu alles dreht sich um das Corona-Virus und die damit verbundene Krisensituation.
Der Friebo hat in diesen Wochen nicht nur weniger Seiten als sonst, auch die Auflage ist leicht reduziert: Nach wie vor wird die Zeitung in alle Haushalte geliefert. Auf die Auslage in Geschäften, Praxen und öffentlichen Einrichtungen verzichten wir aber derzeit – viele dieser Einrichtungen sind ohnehin geschlossen, außerdem soll auch damit das Kontakt- und Infektionsrisiko minimiert werden.

Auch wir hoffen inständig, dass diese Krise so schnell wie möglich ausgestanden ist und Normalität einkehren kann – in den Familien, in den Schulen und Kitas, in den Restaurants und im Kulturbetrieb und natürlich auch in den Unternehmen. Bis dahin heißt es aber noch: Durchhalten. Zusammenhalten. Und: Abstand halten!
Ihr Friebo-Team
Gelesen 1206 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 26 März 2020 19:48

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