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Donnerstag, 13 August 2020 14:27

Neues Gewand für den Naturwissenschaftssektor

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Marika Rütters, Ünal Alpasian, Christian Müller und Sven Ambrosy bei der Vorstellung der geplanten Umbaumaßnahmen vom N-Trakt des Lothar-Meyer-Gymnasiums. Marika Rütters, Ünal Alpasian, Christian Müller und Sven Ambrosy bei der Vorstellung der geplanten Umbaumaßnahmen vom N-Trakt des Lothar-Meyer-Gymnasiums. Foto: Dana Ehlert
Varel. Mit dem Anbruch der Sommerferien beginnen oftmals Sanierungsarbeiten an Schulen. So ist es auch am Lothar-Meyer-Gymnasium (LMG) in Varel. Aktuell wird der N-Trakt modernisiert und kernsaniert. Laut des Architekten Ünal Alpasian ist außerdem eine neue Raumstruktur geplant. „Das Gebäude bekommt ein anderes Gewand und mehr Charakter“, sagte Marika Rütters, Architektin von Kapels Architekten. Die Baumaßnahmen sollen im April nächsten Jahres abgeschlossen sein. Teile des S-Traktes sind ebenso betroffen. Dabei werden die Mensa sowie die Umkleideräume saniert. Eine neue Bibliothekt beziehungsweise Mediathek wird zudem entstehen. „7,2 Millionen Euro sind seit 2016 an diesem Lernstandort verbaut worden“, sagte der Architekt Ünal Alpasian. In die Ausstattung seien zusätzlich 500.000 Euro geflossen.

Laut Sven Ambrosy, Frieslands Landrat, können die Schulen durch die Sanierungsmaßnahmen durchschnittlich 30 bis 50 Prozent der Stromkosten einsparen. „Der Standard soll für alle Schulen gleich sein. Wir möchten jedes Jahr 100 Schulräume modernisieren. Das ist ehrgeizig.“ Dabei sei es wichtig, die hiesigen Betriebe zu unterstützen. Besonders durch Corona seien Betriebe auf zusätzliche Aufträge angewiesen. Das sichere die Jobs in der Region. „Deshalb dürfen wir mit öffentlichen Investitionen nicht nachlassen“, sagte Ambrosy.
Solange der N-Trakt (das „N“ steht für Naturwissenschaften) saniert wird, findet der Chemieunterricht überwiegend multidimensional statt, erklärt Christian Müller, Schulleiter des LMGs. Die Lehrer haben vorgearbeitet und unter anderem Videos von diversen Experimenten gedreht.
Als nächstes soll das Hauptgebäude, der K- und A-Trakt, des Gymnasiums saniert werden. Der Außenbereich vor dem Hauptgebäude wird ebenfalls neugestaltet. „Die Schule bekommt dadurch mehr Campus-Charakter. Die jetzigen Sitzmöglichkeiten werden von den Schülern nicht mehr so angenommen“, sagte Müller.
Auch im Hinblick auf steigende Schülerzahlen sei es wichtig, dass in den Ausbau der Schulen investiert werde. „Die Digitalisierung hat uns in der Corona-Zeit gerettet. Jetzt hoffen wir, dass wir den Regelbetrieb bald wieder aufnehmen können“, so Müller. Die Schüler und Lehrer sind durch den Schulserver „IServ“ vernetzt. Während des Lockdowns sei deutlich geworden, dass die Nutzung noch stärker auf die verschiedenen Altersstufen abgestimmt werden müsse. Ambrosy betonte außerdem die Dringlichkeit der Digitalisierung an den Schulen. Dies passiere in enger Absprache mit den Einrichtungen. Schließlich nütze es nichts, wenn alle technischen Vorkehrungen getroffen wurden und es im Schulalltag nicht genutzt werde.

Abschließend besichtigten die Vertreter des Landkreises gemeinsam mit den Vertretern des zuständigen Architektenbüros sowie Ünal Alpasian und Birgit Renken (Leitung Jugend, Familie, Schule und Kultur) den modernisierten M-Trakt sowie den neuen Anbau der Schule. Alle Räume seien standardisiert und barrierefrei. Jeder Raum ist mit einem Whiteboard ausgestattet. Statt Overheadprojektoren wird nun mit Dokumentenkameras gearbeitet.
„Die Cafeteria des M-Traktes ist das neue Herz der Schule“, sagte Ambrosy. Hier gebe es Raum für Begegnung, Zeit zum Verschnaufen und Platz für Veranstaltungen. Rütters erklärte, dass die Räumlichkeiten mehr Volumen erhalten sollten. Dank neuer Fenster sind wenig künstliche Lichtquellen nötig. Die Cafeteria werde künftig gemeinsam durch die GPS und einzelne Schülern betrieben, sagte der Schulleiter.
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