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Donnerstag, 12 September 2019 16:22

Willkommen beim Vareler Kramermarkt

Varel. Am Freitag, 13. September, beginnt der 253. Vareler Kramermarkt. Um 16 Uhr ist die Eröffnung durch Bürgermeister Gerd-Christian Wagner am „Break Dancer“ auf der Kreuzung bei der Schlosskirche. Es werden Freibier und Alkoholfreies ausgeschenkt. Die Moorland Pipes and Drums spielen zur Eröffnung und danach in den Straßen. Höhepunkt des Eröffnungstages ist das Höhenfeuerwerk, das für 21 Uhr vorgesehen ist.
Wie im vergangenen Jahr wird es an allen Tagen erneut ein interessantes und abwechslungsreiches Zeltprogramm während des gesamten Tages bis in die Nacht hinein geben. Das Festzelt befindet sich in der Drostenstraße. Mit dem Konzert der Band „Stufe 3“ beginnt das Programm am Freitag um 20.30 Uh. „Stufe 3“ ist eine deutschsprachige Pop/Rockband aus Rodenkirchen und Varel. Sie spielt deutsche Pop und Rockmusik von melancholisch bis tanzbar. Die Gruppe wurde 2014 gegründet und besteht heute aus den Mitgliedern Marcel und Gertrud Faßbender sowie Stephan Tournée. Die erste CD "Du Tanzt" mit 13 selbst komponierten Songs erschien im Oktober 2016 und in diesem Jahr steht nun die Veröffentlichung eines neuen Albums an. Ein besonders emotionaler Part der Bandgeschichte war die Teilnahme am 36. Deutschen Rock und Pop Preis. „Stufe 3“ schaffte es hier bis ins Finale. Mehr Informationen unter: www.stufe3.com

Oldtimerparade

Einer der Höhepunkte am Samstag, 14. September, wird die Oldtimer-Parade sein, die vom Fanfarenzug „Vorwärts Langendamm“ sowie dem Musik- und Majoretten-Corps FRISO Varel begleitet wird. Sie werden anschließend auch im Innenstadtbereich für musikalische Unterhaltung sorgen. Weitere Teilnehmer an der Oldtimerparade sind willkommen und treffen sich gegen 15.15 Uhr in der Panzerstraße. Der Markttrubel und das Programm im Festzelt beginnen am Samstag um 14 Uhr. Es startet mit einem Auftritt der engagierten jungen Musiker aus Varel, Phillip und André. Anschließend sind „Friedrich, der Zauberer“ (15.30 und 17.30 Uhr) und eine Show der Tanzschule „Let‘s Dance“ (16.30 Uhr) zu erleben. Am Abend spielt die Coverband „First Take“ (ab 20.30 Uhr) tanzbare Hits und erlesene Klassiker der 70er, 80er und 90er. Von Bryan Adams über Manfred Mann bis ZZ-Top werden alle Register gezogen, um aus einer Stehparty eine schweisstreibende Tanzorgie zu machen. Zuvor können sich die Besucher auf eine musikalische Reise in die Zeit von Rockabilly mit dem Songwriter Christian Janssen (Beginn 18.30 Uhr) freuen.

Verkaufsoffener Sonntag

Der verkaufsoffene Sonntag findet von 12 bis 17 Uhr statt, die Besucher können dann entspannt einkaufen und bummeln. Im Zelt tritt ab 14 Uhr die Musik- und Showband Grabstede auf. Ab 15.30 Uhr (und zum Abschluss um 19 Uhr) präsentiert die Tanzschule von Oehsen ihre Tanzshow und ab 17 Uhr sorgt Berti der Detektiv mit einem witzigen und kommunikativen Programm sowie einer bunten Mischung aus Tanz-, Bewegungs- und Mitmachliedern für Unterhaltung bei Groß und Klein.

Familientag

Der Familientag, Montag, 16. September, beginnt um 14 Uhr und Besucher können sich dann über ermäßigte Preise und Sonderangebote freuen. Um 15 Uhr findet anschließend der Seniorennachmittag im Festzelt Drostenstraße statt. „Graf Anton Günther von Oldenburg“ wird gegen 15.30 Uhr im Bereich der Hindenburgstraße/Schloßstraße erwartet – natürlich hoch zu Ross.

Flohmarkt auf dem City-Parkplatz

Am Sonntag gibt es in diesem Jahr erstmalig einen großen Flohmarkt auf dem City-Parkplatz.Von 9 bis 17 Uhr findet der ausschließlich Privatanbietern vorbehaltene Markt parallel zum verkaufsoffenen Sonntag statt. Alle privaten Verkäufer sind eingeladen, sich mit einem eigenen kostenlosen Stand zu beteiligen. Gewerbliche Händler sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der City-Parkplatz ist für Fahrzeuge am Sonntag während des Flohmarkts gesperrt, der Aufbau beginnt ab 8 Uhr.
Varel. Noch über zwei Monate nach dem Lauf gehen Sponsorengelder ein. Inzwischen steht die eindrucksvolle Summe von 46.499,20 Euro zu Buche. Auch der dritte Vareler Hospiztag mit dem Sponsorenlauf und den umfangreichen Aktionen auf der Bühne und dem Schloßplatz war ein riesiger Erfolg – besonders beliebt war das Angebot im Kaffeezelt mit gespendeten und selbstgebackenen Kuchen, das von einem engagierten Team ehrenamtlich organisiert wurde.
Die Versteigerung mit Gerhard Lambertus traf auf reges Interesse und erbrachte allein einen Erlös von über 5.000 Euro. Anke Kück, Mitgesellschafterin des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit am Jadebusen, für das die Beträge gespendet wurden, ist beeindruckt: „Wir können nur von Herzen Dank sagen. Diese Teilhabe aus der Bevölkerung hat unser Haus überhaupt erst möglich gemacht. Zu spüren, dass das Engagement uns weiter begleitet, ist eine wunderbare Erfahrung!“

4633 Runden gelaufen

503 Läufer absolvierten im Laufe des Tages 4.633 Runden. Erstmals gab es einen Handicaplauf, der nicht nur bei den Teilnehmern für viele strahlende Gesichter sorgte, sondern auch das Publikum immer wieder zu herzlichem respektvollen Beifall animierte. Gemeinsam freute man sich mit jedem Läufer, der zufrieden sein ganz persönliches Ziel erreichte und oft sogar weit übertraf. Ein Team der GPS wuchs ebenfalls über sich hinaus und neben der tollen Sponsorensumme war die Freude über die gemeinsame Leistung ein zusätzlicher Lohn! Die jüngsten Teilnehmer absolvierten die Runde komfortabel im Tragetuch an Mamas Brust. Die ältesten Teilnehmer waren fast 80 Jahre alt, unter ihnen Pastor Manfred Janssen. Er überzeugte nicht nur durch eine eindrucksvolle Rundenzahl, sondern auch durch eine lange Sponsorenliste. Erstmals gab es außerdem einen Kellnerlauf mit Minister Olaf Lies als Teilnehmer. Es gewann Fred Lienemann vom Tivoli und natürlich der gute Zweck. Die vom Team Friesenherz organisierte Aktion machte nicht nur dem Publikum viel Spaß sondern erbrachte zudem eine stattliche Einnahme für die Hospizversorgung.

Viele Teams am Start

Das größte Team stellte erneut die Papier- und Kartonfabrik Varel. Die 55 Teilnehmer liefen insgesamt 771 Runden für die Hospizversorgung. Zum ersten Mal am Start war auch eine Mannschaft des im Juli 2018 eröffneten Hospiz am Wattenmeer. Die 18 Sportler schafften 174 Runden und wurden dabei von Daniel de Vasconcelos, Geschäftsführung des HHP, unterstützt: „Das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit gehört schon Ewigkeiten zu Varel – so fühlte es sich am Veranstaltungstag an. Die sportliche Leistung und die damit verbundenen Spenden sowie das große Interesse der Öffentlichkeit am Hospiztag – einfach nur überwältigend. Gemeinsam haben die kleinen und großen Helfer dafür gesorgt, dass dieser Tag noch sehr lang in Erinnerung bleiben wird. Darüber hinaus gilt dem ‚Hospiz am Wattenmeer‘ Laufteam ein großer Dank. Ein großartiges Team!“
Das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ ist nun seit etwas mehr als einem Jahr im Betrieb. Hier haben die Hospizbewegung Varel e.V. und das Hospiz am Wattenmeer, die ambulante und die stationäre Versorgung, ein gemeinsames Zuhause gefunden. Die mehr als 50 Ehrenamtlichen der Hospizbewegung Varel begleiteten im vergangenen Jahr über 40 Menschen und ihre Zugehörigen in ihrem Zuhause, im Pflegeheim oder Krankenhaus. Es gibt außerdem Angebote für Trauernde im Trauercafé, in einer Malgruppe oder als Gruppenarbeit für verwaiste Eltern. Im Hospiz am Wattenmeer wurde in den letzten zwölf Monaten von über 100 Menschen Abschied genommen. Sie kamen überwiegend aus Varel, Bockhorn und Zetel, aber auch aus der Wesermarsch und darüberhinaus. Träger des Hauses ist die mission:lebenshaus gGmbH. Die Geschäftsführung Irene Müller erklärt: „Voller Stolz können wir auf den Lauf zurückblicken. Nahezu die gesamte Region ist hier für das Haus der Hospiz- und Palliativarbeit an den Start gegangen, was von einem hohen bürgerschaftlichen Engagement zeugt. Neben den Läufer*innen danke ich allen Haupt- und Ehrenamtlichen des stationären Hospizes und der Hospizbewegung für ihren Einsatz. Nur durch eine gute Zusammenarbeit können wir unsere wichtige Arbeit leisten und den Hospizgedanken in die Gesellschaft tragen.“

Sommerfest am 17. August

Im Rahmen eines Sommerfestes wird das einjährige Bestehen des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit „Am Jadebusen“ gefeiert. Bei Führungen kann man das Haus kennenlernen und in lockerer Atmosphäre mit Haupt- und Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. Neben einem bunten Markt mit Selbstgemachtem, einer Kindertanzgruppe und kleinen Leckereien sorgt Mr. Swing mit Live-Musik für gute Stimmung.

Hospizkalender 2020

Außerdem kann man hier erstmals den neuen Hospizkalender 2020 erwerben, der erneut Varel von seinen schönsten Seiten zeigt und die Hospizarbeit unterstützt. Das Fest findet am Samstag, 17. August, von 15 bis 18 Uhr in der Karl-Nieraad-Str. 14 in Varel statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. (ak)
Varel. Die Lösung liegt wohl in einem Kompromiss und daher stand am Schluss der Infoveranstaltung ein Appell von Kai Langer (Sprecher der Arbeitsgruppe Vereine) im Raum: „Lassen sie uns zusammenhalten, dann können wir wirklich etwas für den Vereins- und den Schulsport hier in Varel erreichen.“
Er bot dem Förderkreis Waldstadion an, ins Gespräch zu kommen und Vereine sowie Schulen mit ins Boot zu holen. Ein Austausch zwischen Förderkreis und der Verwaltung hatte bereits am Vorabend im Rathaus stattgefunden und weitere Gespräche wurden vereinbart. Norbert Ahlers vom Förderkreis signalisierte auch gegenüber Langer dafür die Bereitschaft und so kann man gespannt abwarten, wie es mit dem in Varel geplanten Bürger- und Sportpark weitergeht.

Zwei Projekt-Bausteine?

Möglicherweise wird aus einem Projekt nun eines mit zwei Bausteinen: Die Sportanlagen in Langendamm und als Nachnutzungskonzept für das Waldstadion ein Bürgerpark an der Windallee. Bei einer Infoveranstaltung im Vareler Rathaus vor knapp 100 Bürgern stellten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und die Verwaltung die aktuellen Pläne, für die derzeit eine Fördermöglichkeit von vier Millionen Euro im Raum steht, vor. Die Projektüberschrift lautet: „Sanierung Sportanlage Langendamm und Windallee durch Errichtung eines zentralen Sport- und Bürgerparks am zu sanierenden Standort Langendamm sowie Aufgabe des Standortes Wind- allee im Rahmen des Sportstättenentwicklungskonzeptes“. Was genau dort entstehen kann ist noch nicht festgelegt, es gibt lediglich erste Skizzen, die nun diskutiert werden sollen: Möglich ist ein Stadion mit einem Naturrasenspielfeld und einer Laufbahn, ein Kunstrasenplatz, ein Vereinsheim, Platz für Leichtathletikangebote und auch Freiraum für Bürger.
Bis Mitte September muss dieser Antrag konkretisiert und dem Ministerium vorgestellt werden. Wie der Antrag schließlich genau definiert wird, ist bis zum Ende dieses Jahres durch den Vareler Stadtrat zu beschließen. In der ersten Antragsbeschreibung wurde zur Finanzierung der Verkauf des Waldstadions mit dem Schlackeplatz und der angrenzenden Wiese eingeplant. Die jetzt vorgestellten Pläne sind insoweit verändert worden, als dass das Waldstadion für den Breiten- und Schulsport erhalten bleiben könnte, Schlackeplatz und angrenzende Wiese aber einer anderen Verwendung zugeführt werden.

Bürgerpark entwickeln

Der Förderkreis Waldstadion hatte Alternativvorschläge, die insbesondere die Flächen um das Waldstadion zu einem Bürgerpark entwickeln sollen, erarbeitet und Gelegenheit diese bei der Infoveranstaltung ebenfalls vorzustellen. Diese Ideen sind völlig anders, als im Förderantrag beschrieben. Norbert Ahlers forderte, den Antrag entsprechend zu verändern und die neue Fassung beim Ministerium einzureichen.
Davor warnte Bürgermeister Gerd-Christian Wagner: „Ich glaube nicht, dass wir die Förderkommission überzeugen, wenn wir jetzt mit einem völlig anderen Projekt dort vorstellig werden. Gerade unser Konzept hat doch dazu geführt, dass wir überhaupt ausgewählt wurden. Das Programm war schließlich um ein Vielfaches überzeichnet. Wir haben jetzt die riesige Chance etwas für den Sport in Varel zu bewegen.“ Hergen Eilers (CDU) ergänzte: „Wir haben mit unserem Antrag als eine von ganz wenigen Kommunen den Förderhöchstsatz erhalten. Wenn wir jetzt etwas völlig anderes beantragen fürchte ich, dass wir die vier Millionen nicht bekommen. Ich als Ratsvertreter fühle mich in der Pflicht, diese Chance auch zu nutzen. Für ein solch großes Projekt wünsche ich mir aber eine breite Mehrheit, das ist wichtig für die Akzeptanz der Anlage.“ Norbert Ahlers warb eindringlich für die Alternativplanung: „Auch wir wollen, dass die Sportler in Varel gut trainieren können, ein ganzjährig bespielbarer Platz muss her und das am Standort Langendamm. Das Waldstadion ist aber eine Perle, die soziales Leben im urbanen Raum möglich macht. Hier könnten wir einen Bürgerpark errichten, der den Namen auch verdient und eine Begegnungsstätte, die Varel besonders macht.“ Stadtplaner Olaf Freitag merkte an, dass man viele der geplanten Dinge möglicherweise auch auf dem Webereigelände realisieren könnte Dr. Heiko Schepker forderte jedoch: „Wir wollen das Waldstadion und die Flächen darum komplett. Wir wollen alles und sind auch bereit an anderen Stellen Einsparungen vorzunehmen.“ Die Ideen dazu würden zu gegebener Zeit vorgestellt. Große Fragezeichen bleiben weiterhin beim Thema Finanzierung. Aktuell ermittelt ein Planungsbüro konkrete Zahlen für die Antragsskizze der Verwaltung, einschließlich verschiedener Gutachten zum Beispiel zum Thema Lärm oder Luftqualität.

Die Finanzierung

Der Kämmerer Jens Neumann stellte den aktuellen Finanzierungsplan vor, der noch einen Erlös aus den Flächen Schlackeplatz und Wiese – als vorsichtige Schätzung – in Höhe von 1,25 Millionen Euro einplant. Und wurde deutlich: „Auf diese Beträge können wir nicht verzichten. Wir haben noch viele andere Projekte in der Stadt zu bewältigen. Ich nenne nur den Bedarf für neue Kindertagesstätten oder den Neubau des Feuerwehrhauses in Obenstrohe. Wir sind gezwungen sehr sorgsam mit unseren Finanzmitteln umzugehen. Dieser Realität müssen wir uns stellen.“ Der Förderkreis nannte eigene Zahlen, die noch zu belegen sind.

Stimmen der Zuhörer

Mehrer Zuhörer forderten, unbedingt auch die Folgekosten in die Entscheidung mit einzubeziehen. Das wurde seitens des Bürgermeisters als selbstverständlich bestätigt, allerdings brauche man dafür die Basisdaten, die ja derzeit erst ermittelt würden. Thema war außerdem den Naturschutz zu beachten und nicht weitere Flächen zu versiegeln. Man verliere möglicherweise die „Grüne Lunge Varels“. Anwohner in Langendamm wiesen auf mögliche Lärm- und Parkprobleme hin und auch verlängerte Fahrzeiten für den Schulsport wurden von den Zuhörern als Thema genannt.
Es wurde außerdem gefragt, ob Varel ein solches neues Stadion Typ B (mit sechs Laufbahnen) überhaupt brauche. Sportzukunft neu aufbauen Ein Sportler wies darauf hin, dass früher in Varel einmal 160 Kinder Leichtathletik betrieben hätten, heute sei die größte Abteilung in Obenstrohe – mit 30 Kindern. Kai Langer betonte: „Ich sage ‚Ja‘ zu einem Stadion Typ B, das auch in Zukunft wettkampftauglich ist. Es geht darum Sportler neu zu gewinnen, uns für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen. Dafür müssen wir etwas bieten können. Unser Ziel ist es unsere Stadt auch für unsere Jugend und unsere Kinder attraktiv zu erhalten.“
Hartmut Ehmen (Vorsitzender JFV-Varel) ergänzte: „Mein Dank geht an die Stadt, dass sie diesen Antrag gestellt hat. Unsere Sportler fordern seit vielen Jahren Verbesserungen. Wir machen Jugendarbeit für 200 Jugendliche und Kinder. Seit langem warten wir auf entsprechende Spiel- und Trainingsmöglichkeiten.“ (ak)
Mittwoch, 17 Juli 2019 09:27

„Ich mache das frei aus dem Herzen“

Varel. „Wenn man es will, kann man viel verändern – und am meisten für sich selbst.“
Jan Kleen aus Wilhelmshaven ist ein junger Mann, der genau das getan hat: Er ist 25 Jahre jung, kam zehn Wochen zu früh auf diese Welt und ist in einigen Dingen, die für das Leben wohl wichtig zu sein scheinen, eingeschränkt. Heute engagiert er sich in verschiedenster Weise – ehrenamtlich versteht sich.

Gefahren durch Müll

Am vergangenen Wochenende war er in Varel unterwegs, um Müll aufzusammeln. Das macht er schon seit einiger Zeit in Wilhelmshaven und der Umgebung: „Eines Tages habe ich im Stadtpark eine Katze gefunden, die sich an einer herumliegenden Flasche verletzt hatte. Das hat mich sehr betroffen gemacht. Da beschloss ich, dass ich etwas für die Umwelt tun wollte und ganz besonders für die Tiere. So viele Tiere sterben, weil sie Müll gefressen haben, der achtlos weggeworfen wurde.“ Dazu gehören, wie er erklärte, zum Beispiel Plastikreste, Kronkorken, Scherben oder Zigarettenkippen. „Ich bekomme dafür kein Geld und mache das frei aus dem Herzen.“
Er sei auch deswegen nach Varel gekommen um seine Aktion bekannter zu machen: „Wenn mir das damit gelingt, wäre es schon ein toller Erfolg.“ Er, sein Bruder Stefan und sein Freund René Hallasch reisten mit dem Zug an. Bis zum Treffpunkt auf dem Schloßplatz war schon einiges an Müll eingesammelt worden.
Hier trafen sie auf weitere Helfer, darunter Ratsmitglied Alexander Westerman, Celine Pollak, Rena Litke, Sören Schnau und Siegfried Peters-Taschenberger.
Gemeinsam machten sie sich anschließend auf den Weg, um in der Innenstadt weiteren Müll einzusammeln. Alle waren sich einig, dass jeder Mensch für sich ganz einfach etwas tun könne – zum Beispiel allein dadurch, dass er bei Spaziergängen immer einige Teile Müll mitnehmen und ordentlich entsorgen würde. Alexander Westerman: „Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir können uns vorstellen diese regelmäßig zu wiederholen.“
Und Jan Kleen ergänzte: „Das ist ein Projekt, bei dem sich jeder Mensch anschließen kann – man kann etwas gemeinsam tun und dabei sogar noch neue Freunde gewinnen.“ Informationen gibt es auch auf der Facebookseite "Wir-kämpfen-für-eine-saubere-Umwelt". Im Rahmen des Projektes "Helden von nebenan" wird auch der NDR über das Engagement berichten: "Am 15. August, um 19:30 Uhr, stelle ich im Pumpwerk mein Projekt vor und erzähle wie ich überhaupt zu der Idee gekommen bin ehrenamtlich in Wilhelmshaven den Müll zu sammeln. Ich freue mich auf die Veranstaltung und darauf die anderen drei Projekte kennenzulernen die auch dabei sind." (ak)
Varel. Der Phallus ist eines der Wahrzeichen von Dangast – am vergangenen Samstag versank er im Plastikmüll. Glücklicherweise nur symbolisch und doch sehr eindrucksvoll:
Die Initiative „Deichfreunde“ aus Varel hat mit einer Fotoaktion auf die großen Probleme durch den Plastikmüll aufmerksam gemachen. Initiator Michael Berg: „Wir haben eine Woche lang gesammelt und wollen den Müll, den die Menschen machen, hier präsentieren.“ Innerhalb weniger Minuten war der Phallus mit einem Fischernetz überspannt und von den Helfern mit Müll – der anschließend fachgerecht entsorgt wurde – dekoriert. Mit dabei ein Team des NDR, das dann zur besten Sendezeit am Samstagabend über die Aktion berichtete.
In einem Resümee fasste Berg zusammen: „Die Aktion kann man als absolut gelungen bezeichnen. Die Bilder sprechen alle für sich.“ Eine der jüngsten Teilnehmerinnen fragte sogar, warum der Phallus nicht einfach so ‚dekoriert’ bleiben könne – quasi als Mahnung. Die Aktion regte zum Nachdenken an und man stellte sich unwillkürlich der Frage: „Wo kann ich Verpackungsmüll einsparen?
Besonders positiv empfand er die Atmosphäre beim gemeinsamen Tun, einige Familien hatten sich spontan angeschlossen und gerade die Jüngsten fanden starke Wort: „Ich finde es ziemlich schlimm, dass soviel Plastik im Meer landet. Das ist schlecht für die Tiere, die das ja fressen müssen und ich muss ja auch mit damit leben. Michael Berg plant schon weitere Fotoaktionen um auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen: „Mein aktueller Favorit wäre der Schneemann am Vareler Hafen.“
Er dankte er allen Helfern, besonders Maren Tapken vom Kurhaus, Marie Charlott Proll für die Plakatgestaltung und den Fotografen Thorsten Gieseler, Anja Zerfoss sowie Matt Bulow, für das fotografische Festhalten von einmaligen Momenten.“ Wie er erklärt, produziert eine Stadt wie Varel mit knapp 25000 Einwohnern pro Jahr 1,7 Millionen gelbe Säcke (das entspricht 68 Stück pro Einwohner), deutschlandweit sind es sogar 5,6 Milliarden.
Die Initiative Deichfreunde setzt sich für bewusstes, gesundes, klimaneutrales und umweltfreundliches Handeln ein. Dazu haben bereits verschiedene Aktionen stattgefunden. Weitere Infos können angefordert werden per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. (ak)
Dienstag, 18 Juni 2019 15:06

Versinkt der Phallus im Plastikmeer?

Varel. Die Initiative Deichfreunde setzt sich für bewusstes, gesundes, klimaneutrales und umweltfreundliches Handeln ein. Dazu haben bereits verschiedene Aktionen stattgefunden.
Am 22. Juni ist nun etwas ganz Besonderes geplant: Am Kurhausstrand soll es beim Phallus ein eindrucksvolles gemeinsames Foto geben, das auf die Plastikvermüllung des Meeres und unserer Umwelt aufmerksam macht. Hierfür sind weitere engagierte Menschen sehr willkommen, die Plastikmüll dafür mitbringen und anschließend natürlich wieder korrekt entsorgen. Für die Gestaltung zweier Banner werden ebenfalls noch kreative Köpfe gesucht. Mit dabei ist zum Beispiel Marie Charlott Proll, den Friebo-Lesern besser als Mascha Lott bekannt, die bei der künstlerischen Gestaltung unterstützt.
Initiator Michael Berg: „Unsere Phallus Aktion startet um 14 Uhr mit einem gemeinsamen Müllsammeln am Strand. Um 14.30 Uhr beginnen wir den Phallus herzurichten. Dafür benötigen wir gebrauchte Shampoo-, Duschgel- oder aber auch Lotion-Flaschen. Diese werden mit Draht an einem Netz das über den Phallus gespannt ist, festgemacht. In einem weiteren Netz vor dem Phallus sammeln wir weitere Verpackungen. Hierfür werden noch Helfer gesucht. Der Fototermin findet dann um 15.30 Uhr statt.“
Schon jetzt danken die Initiatoren zahlreichen Unterstützern, so zum Beispiel Maren Tapken und auch Anja Zerfoss sowie Thorsten Gieseler, die die Fotoktion begleiten. „Wichtig ist mir auch nochmal, zu bestätigen, dass der Plastikmüll lediglich zu Demonstrationszwecken einen Zwischengang einlegt, aber dann wieder seinen normalen Entsorgungsweg geht. Wir nutzen lediglich gebrauchtes und verbrauchtes Material“, betont Michael Berg und hofft, dass sich viele Unterstützer am Kurhausstrand einfinden.
Weitere Infos über die Deichfreunde können angefordert werden bei: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. oder ☎ 04451/950307. (ak)
Donnerstag, 23 Mai 2019 16:57

Vareler Hospiztag 2019

Varel. Der Endspurt hat begonnen: Am Samstag, 25. Mai, ab 11 Uhr, beginnt der 3. Vareler Hospiztag auf dem Schloßplatz.
Begleitet wird der Tag mit einem umfangreichen Bühnenprogramm: Den Auftakt machen André und Phillip. Die Superstars der Oberschule Varel sind Stammgäste bei dieser Veranstaltung.
Schon im vergangenen Jahr begeisterte das Blasorchester der Musikschule Friesland Wittmund das Publikum. 30 Ensemblemitglieder – von Jung bis Alt – werden sicher wieder für die richtige Stimmung auf dem Schloßplatz sorgen. Sie spielen eine bunte Mischung aus Filmmusik, Musicalliedern und vielem mehr.
Weiter geht es mit Auftritten der Tanzschule von Oehsen, dem Studio Let‘s Dance und der Bläserklasse des Lothar-Meyer-Gymnasiums. An der Strecke werden die Läufer von den Moorland Pipes and Drums – mit Dudelsackmusik – und den Cheerleadern Blue Lights aus Jaderberg lautstark unterstützt.
Parallel zu den Läufen wird gegen 14 Uhr erstmals ein spannender Kellnerlauf stattfinden, den das Team Friesenherz organisiert und bei dem auch Schirmherr Olaf Lies antritt.
Gegen 15 Uhr beginnt dann die Versteigerung mit Gerhard Lambertus: Ein heißer Tipp nur noch hier gibt es 3-Tages Festivalkarten für das Wattn-Schlick Fest. Sie wurden extra für diesen Anlass von Festivalmacher Till Krägeloh zur Verfügung gestellt. Auch die begehrten Karten für die Weihnachtsgala des Stadtmarketing kann man hier erwerben und zugleich Gutes tun. Versteigert werden außerdem Wellness-Gutscheine, Koch-events, abenteuerliche Aktionen und sogar Fernseher, Staubsauger oder Vogelhäuser. Hier kann jeder ein Schnäppchen für den guten Zweck machen. Ein Blick auf die Facebookseite „Haus der Hospiz- und Palliativarbeit ‚Am Jadebusen‘ verrät mehr.
„Bommel-Lina“ wird Hospizmäuse und die Vareler Wirtschaftsförderung Benefizarmbänder für den guten Zweck verkaufen.
Auf dem Schloßplatz versorgen das Team von Seggern, das Team Horst und Sylvia Düsberg, Friesenherz-Tee und ein großes Kuchenangebot Zuschauer und auch Sportler mit kulinarischen Leckereien. Die DLRG hält Spielangebote für die Kinder bereit, es sind Clowns unterwegs, die BBS baut einen Info-Stand auf und Oliver Limmer ist mit seiner Photobooth dabei. Auch Feuerwehr, Polizei, Johanniter, Stadtverwaltung, viele freiwillige Helfer und Sponsoren (unter anderem mit selbstgebackenem Kuchen) unterstützen die Aktion mit viel Herz und ohne Ausnahme ehrenamtlich. Anke Kück, Vorsitzende der Hospizbewegung Varel: „Es ist eine wunderbare Erfahrung, solch eine Unterstützung zu erleben. Ich kann nur im Namen aller Menschen, die sich im Haus der Hospiz- und Palliativarbeit ‚Am Jadebusen‘ engagieren – oder dort begleitet werden – von Herzen ‚Danke‘ sagen, denn alle Erlöse dienen zur Förderung der ambulanten und stationären Hospizarbeit.“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht natürlich der große Sponsorenlauf: Der Startschuss für die Handicapsportler wird um 11.30 Uhr gemeinsam von Mühlenkönigin Kerstin und Bürgermeister Gerd-Christian Wagner gegeben. Die Kinder gehen um 12 Uhr ins Rennen und die Erwachsenen starten um 13 Uhr. Laufanmeldungen sind noch unter tus-obenstrohe.de/sponsorenlauf und auch spontan am Veranstaltungstag möglich.
Donnerstag, 09 Mai 2019 16:59

Freie Fahrt ins neue Quartier

„Hier entsteht ein tolles Quartier mit idealer Anbindung. In wenigen Minuten erreicht man die Autobahn, den Wald, Famila und auch die Innenstadt“, Bürgermeister Gerd-Christian Wagner freute sich sichtlich, die Waldstraße/Karl-Nieraad-Straße durch das stadtnahe Vareler Neubaugebiet freigeben zukönnen.
Er dankte der LzO-Tochtergesellschaft IDB für die Erschließung und besonders Anwohner Michael Haupt, der durch seine Kontakte zur BImA Wege für die Erschließung an der ehemaligen Frieslandkaserne eröffnet habe. Die Bauarbeiten können jetzt beginnen. Von den insgesamt 58 Bauplätzen auf fünf Hektar Fläche sind noch einige zu erwerben.
Etliche Vareler nutzten die neue Verbindung – auf der Tempo 30 gilt – schon während des Pressetermins.
Varel. Von der Antragstellung bis zur positiven Nachricht über die Förderung brauchte es etwa neun Monate, die Umsetzung wird sicher etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen: Die Stadt Varel soll eine Förderung zur Sanierung der Sportanlage Langendamm über vier Millionen Euro erhalten.
Wir fragten Bürgermeister Gerd-Christian Wagner wie er die Chancen für eine Realisierung des Projektes einschätzt:
„Zunächst bin ich sehr froh, dass wir diese einmalige Chance erhalten haben. Ich danke der Verwaltung, die innerhalb kürzester Zeit diese Planung auf den Weg gebracht hat und der Kommunalpolitik, die den Mut hatte, unseren Hut in den Förderring zu werfen. Jetzt können und müssen wir die Projekte weiter formen. Hierfür brauchen wir zu allererst ein klares positives Bekenntnis der Politik, dass wir die Projekte weiter in Angriff nehmen können. Das ist Voraussetzung dafür, dass wir die Fördermittel auch tatsächlich in Varel einsetzen können.“

Was kann in Langendamm genau entstehen, was beinhaltet der Projektplan? „Wir planen in mehreren Schritten: Der Erste betrifft die Sportanlagen in Langendamm. Hier geht es um die Sanierung der Sportanlage insgesamt, die Verbesserung der Parksituation und auch die mögliche Schaffung eines Kunstrasenplatzes.

Darüber hinaus bietet die Fläche zwischen der Hellmuth-Barthel-Straße und dem Ortsteil Langendamm die Möglichkeit, für unsere Bürger etwas Zukunftsweisendes zu schaffen. Einen Raum, der allen Bürgern zugute kommt und Platz für Sport, Spiel und Erholung bieten kann. Dazu kann perspektivisch auch ein Stadion und langfristig ein neues Hallenbad gehören. Wichtig ist mir, dass wir hier eine grüne Lunge mit hoher Aufenthaltsqualität für unsere Stadt behalten beziehungsweise schaffen.“

Im Antrag ist auch die Aufgabe des Waldstadions ein Aspekt, wird es in Langendamm dafür einen adäquaten Ersatz geben? „Wenn wir die Sportstätten, die in die Jahre gekommen sind, an einem Standort bündeln, müssen wir uns auch Gedanken über die derzeitigen Standorte machen. Die Förderkulisse bietet enorme Entwicklungspotentiale für die Stadt. Hier kommen dann auch Veränderungen auf uns zu, die Mut für Neues erfordern. Eine riesige Chance für die Stadtentwicklung, die wir nutzen sollten.“

Gibt es eine Frist, bis zu der die Mittel verwendet sein müssen? „Soweit ich weiß, muss das Projekt in drei Jahren abgewickelt sein. Wegen der vielen offenen Fragen und der Formalien, wie Bebauungspläne und Ausschreibungen, müssen wir zügig arbeiten. Dafür brauchen wir eine starke und klare politische Entscheidung, die Veränderungsbereitschaft dokumentiert.“

Kann der Sport- und Bürgerpark auch in Abschnitten realisiert werden? „Das werden wir sogar müssen und das bietet zugleich auch viele Chancen. Die jetzt bewilligten Fördermittel sind sozusagen der Startschuss.“

Was ist, wenn nicht ausreichend Platz, sprich Grundstücke vorhanden sind? „Wir stehen in Verhandlungen und sind auf die Bereitschaft angewiesen, die Stadtentwicklung zu unterstützen.“

Wer wirkt bei den Planungen mit, welche Rolle spielen die Vereine? Was braucht es jetzt um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen? „Wir haben eine großartige Chance hier etwas wirklich Nachhaltiges zu entwickeln, und es sind verschiedene Optionen möglich. Jetzt müssen ganz viele Rädchen ineinander fassen und es braucht die Bereitschaft auch Neues zu wagen. Die Vereine haben mit ihrem gemeinsamen Statement und ihrer Bereitschaft zur Entwicklung gemeinsamer Sportstätten schon einen wichtigen Schritt getan. Sie zeigen, dass sie veränderungsbereit sind.“

Muss man befürchten, dass wegen des Sport- und Bürgerparks andere geplante Maßnahmen wie das Feuerwehrhaus in Obenstrohe oder ein weiterer Kindergarten nicht mehr machbar sind? „Hier muss eindeutig gesagt werden, dass Pflichtaufgaben natürlich vorrangig sind. Sie sind im Haushalt schon berücksichtigt. Notfalls müssen weitere Bausteine des Sport- und Bürgerparks warten.“

Wie weit ist der Schritt von einer Sanierung der Sportanlage Langendamm bis hin zu einem Sport- und Bürgerpark? „Wir müssen Lust auf die Gestaltung unser Sport- und Freizeitbedingungen machen und mit positiven Bildern aufzeigen, wie Neues aussehen kann. Ich schließe da nichts aus. Eine Devise habe ich dabei: Das Leben ist Veränderung, die wir gemeinsam gestalten müssen. Ich freue mich darauf, diese Entwicklungen in den nächsten Jahren zu begleiten.“

Zum Hintergrund: Es waren rund 1.300 Interessenbekundungen an den Fördermitteln beim zuständigen Ministerium eingegangen. Damit war die aktuelle Förderrunde 13-fach überzeichnet. Insgesamt 186 kommunale Projekte wurden bewilligt, der Vareler Antrag gehört zu den 13 Anträgen mit einem Volumen von vier Millionen Euro und mehr. (ak)
Dienstag, 26 Februar 2019 12:29

Erneuter Bombenfund in Friedrichsfeld

Varel/Bockhorn. Am Montag ist auf dem einstigen Bundeswehrübungsplatz Friedrichsfeld zwischen Altjührden und Osterforde bei Räumungsarbeiten erneut eine 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden, das teilte Wilfried Alberts von der Vareler Stadtverwaltung mit. Diese soll heute ab 15 Uhr entweder entschärft oder gesprengt werden.
Schon im vergangenen November hatte es Bombensprengungen vor Ort gegeben, darunter auch eine 500-Kilo-Bombe. In Zusammenarbeit mit der Stadt Varel und der Polizei hat sich der Kampfmittelbeseitiger auch heute dazu entschieden, einen Bereich mit Radius von 1000 Metern um die Fundstelle räumen zu lassen. Davon betroffen sind Wohnhäuser etwa am Grabsteder Weg, am Grenzweg und am Mühlenweg. Auch die Straßen werden gesperrt, etwa die Altjührdener Straße zwischen maschal und der B 437 und die Plaggenkrugstraße. Während Mitarbeiter des Stadtbetriebes sich um die Absperrungen kümmern, kontrollieren Helfer der Feuerwehren die Rad- und Wanderwege im betroffenen Gebiet. Die Polizei evakuiert die Wohnungen und Betriebe. Auch ein Polizeihubschrauber wird ab 14.30 Uhr über der Sperrzone kreisen, um etwaige Reiter oder Spaziergänger ausfindig zu machen.
In der Turnhalle Altjührden wird ein Anlaufpunkt für Betroffene eingerichtet. Die Polizei wird entsprechende Rundfunkdurchsagen ab 13 Uhr durchführen. Friedrichsfeld hatte früher als Fliegerhorst gedient, insbesondere Start- und Landebahnen waren zu Kriegsende bombardiert worden. Derzeit laufen auf dem Gelände Räum- und Rodungsarbeiten, das insgesamt mehr als 250 Hektar große Gelände soll bekanntlich als Ausgleich für die Landschaftszerstörung durch die geplante A 20 herhalten und muss dafür umgestaltet werden, aus Waldbewuchs soll Feuchtgrünland werden. Vor Beginn der Rodungs- und Erdarbeiten waren weite Teile des Geländes bereits vom Kampfmittelräumdienst untersucht worden, immer wieder waren dabei Sprengkörper entdeckt worden.
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